21. Februar: St. Felix [Bearbeiten] Felix und Petrus (22. Februar) zeigen an, was wir vierzig Tag für Wetter ha'n. 22. Februar: Petri Stuhlfeier [Bearbeiten] Der Klemens (23. November) uns den Winter bringt, St. Petri Stuhl dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns St. Urban (25. Mai), der Herbst fängt nach dem Barthel (24. August) an. Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, friert's noch vierzehnmal heuer. Weht es sehr kalt um Petri Stuhl, denn bleibt's noch 14 Tag kuhl. Die Nacht zu Petri Stuhl zeigt an, was wir noch 40 Tag für Wetter han. Ist Petri Stuhlfeier kalt, hat der Winter noch 40 Tage Gewalt. War's in der Petersnacht sehr kalt, hat der Winter noch lange Gewalt. Ist St. Petrus kalt, hat die Kält' noch lang Gewalt. Petri Stuhlfeier kalt, da wird der Winter sehr alt. Gefriert es in der Petersnacht, dann auch noch lang das Eise kracht. Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind), bringt der Februar noch starken Frost. Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft. Ist's noch so kalt um Petri Stuhl, bleibt's nicht mehr lange so kuhl. Ist es mild und nach Petri offen der Bach, kommt auch kein großes Eis mehr nach. Wenn zu St. Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen. Ist an Petrus das Wetter gar schön, kann man bald Kohl und Erbsen säen. Schließt Petrus die Wärme auf und der Matthias (24. Februar) dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh. 24. Februar: St. Matthias [Bearbeiten] Schließt Petrus (22. Februar) die Wärme auf und der Matthias dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh. Der Matthias bricht's Eis, doch sacht', sonst kommt die Kälte im Frühjahr zu Macht. Der Matthias, ja der bricht das Eis, und hat er keins, so macht er eins. War es an Matthias kalt, auch der Frost noch lang anhalt. Ist es an St. Matthias kalt, hat die Kälte noch lang Gewalt. Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert es noch 14 Tage; wenn noch so schön die Lerche singt – die Nacht bringt neue Plage. Trat Matthias stürmisch ein, kann's bis Ostern Winter sein. Hat der Matthias endlich seine Hack' verloren, wird der Joseph (19. März) schon das Eis durchbohren. Die Sonne an Matthias, die wirft 'nen heißen Stein ins Eis. Der Matthias hat uns lieb, er gibt dem Baum den ersten Trieb. Nach dem Matthais, da geht kein Fuchs mehr übers Eis. Nach dem Matthais, da trinkt die Lerche aus dem Gleis. Wenn der Matthias kommt herbei, legt das Huhn das erste Ei. Bald nach dem Matthiastag, da springen die Frösche in den Bach. Imker, am Matthiastag, deine Biene fliegen mag. 25. Februar: St. Walburga [Bearbeiten] Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt. 26. Februar: St. Alexander [Bearbeiten] Alexander und Leander (27. Februar) riechen Märzenluft miteindander. 27. Februar: St. Leander [Bearbeiten] Alexander (26. Februar) und Leander riechen Märzenluft miteindander. 28. Februar: St. Walburga, St. Romanus [Bearbeiten] Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt. Sankt Roman hell und klar bedeutet ein gutes Jahr. 29. Februar: St. Roman [Bearbeiten] Sankt Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr. War der Romanus hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr. An Romanus und Lupizinius (21. März) – unsere Sonne scheinen muss. 30. Februar: St. Humorius [Bearbeiten] Am 30. Februar ganz gewiss, immer schönes Wetter ist. Am 30. Februar hat Petrus frei, da ist ihm der Winter einerlei.
März [Bearbeiten] Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen. Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz. Märzgrün ist bald wieder hin. Märzensonne – kurze Wonne. Schnee, der erst im Märzen weht abends kommt und gleich vergeht. Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen. Säst du im März zu früh ist’s oft vergeb'ne Müh'. Wie's im März regnet, wird's im Juni regnen. Gibt's im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen. Märzenstaub bringt Gras und Laub. 1. März: St. Albin [Bearbeiten] Regnet's stark an Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss. Sankt Albin im Regen, kein Erntesegen. Wenn's an Sankt Albin regnet, gibt es weder Heu noch Stroh. 3. März: St. Kunigunde [Bearbeiten] Sankt Kunigund macht warm von unt'. Lachende Kunigunde, die bringt uns frohe Kunde. (Regen an diesem Tag sollte kein gutes Zeichen für die kommende Ernte sein!) War Kunigunde tränenschwer, so bleibt oft die Scheuer leer. Ist die Kunigunde tränenschwer, bleiben Scheuer und Fass oft leer. Wenn es schon donnert um die Kunigund, treibt es der Winter noch lange bunt. Wenn es an Kunigunden friert, der Frost noch 40 Nächte regiert. 6. März: St. Fridolin [Bearbeiten] Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin. Nach Fridolin, da zieht der Winter hin. Mit ihren Schafen wieder hin, so zieh'n die Schäfer an Fridolin. Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug auf dem Felde sein. 7. März: Perpetua/Felizitas [Bearbeiten] Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras im Märze. 10. März: 40 Märtyrer/40 Ritter [Bearbeiten] 40 Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch 40 Tage weh. Die 40 Ritter gar noch mit Eis und Schnee, die tun den Öfen noch lange weh. Regen den die Vierzig senden, wird erst nach 40 Tagen enden. Wie das Wetter auf 40 Märtyrer fällt, 40 Tage dasselbe anhält. Wie es an 40 Ritter wittert, wittert es noch 40 Tage. Wie unser Wetter auf 40 Ritter fällt, es sich noch 7 Wochen hält. 11. März: Rosamunde [Bearbeiten] Sturm und Wind an Rosamunde bringen eine gute Kunde. Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sybilla (29. April) uns gelind. 12. März: St. Gregor [Bearbeiten] Weht um Gregori stark der Wind, noch 40 Tage windig sind. Gregor zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kann. Der Gregor zeigt dem Bauern an, ob er die Saat jetzt säen kann, denn so, wie sich Gregori stellt, so muss er mit der Saat aufs Feld. Um den Tag des St. Gregor, da kommen auch die Schwalben vor. An Gregor kommt die Schwalbe über des Meeres Port – und an Bartholomäus (24. August) ist sie dann wieder fort. Nach dem Tag des Gregorei legt auch die wilde Ent' ihr Ei. 17. März: Gertrud [Bearbeiten] Sonniger Gertrudentag, Freud' dem Bauer bringen mag. Ist Gertrud sonnig, wird's dem Gärtner wonnig. Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste Gärtnerin. Friert's an Gertrud der Winter noch vierzig Tage nicht ruht. 19. März: Joseph, Sibylle [Bearbeiten] Josephi klar, ein gutes Jahr Hat der Matthias (24. Februar) endlich seine Hack' verloren, wird der Joseph schon das Eis durchbohren. Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet' Jahr. Ist's am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr. Ist es am Josephstage schön, kann es nur gut weitergeh'n. Bringt Rosamunde (11. März) Sturm und Wind, so ist Sibylla uns gelind. 20. März: Frühlingsanfang (20. oder 21. März) [Bearbeiten] Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang. Wie das Wetter um den Frühlingsanfang, so hält es sich meist den Sommer lang. Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet. 21. März: St. Benedikt / St. Lupicnius [Bearbeiten] Wie das Wetter sich zeigt nach Benedikt eine Woche lang, so zeigt's sich auch den ganzen Sommer lang. Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht ins Land. Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen. Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie nach St. Benedikt. St. Benedikt, der macht die Möhren dick. Nach Benedikt, da achte wohl, dass man den Hafer säen soll. Nach Benedikt, da achte wohl, dass man jetzt alles säen soll. Nach des Benedikten Tag, man Erbsen und Zwiebeln legen mag. An Romanus (29. Februar) und Lupizinius, die Sonne scheinen muss. 25. März: Mariä Verkündigung [Bearbeiten] An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum. An Mariä Verkündung hell und klar, ist ein Segen für das ganze Jahr. Die Maria bindet die Reben auf und nimmt auch noch leichten Frost in Kauf. Hat's nach der Mariennacht gefroren, werden noch 40 Fröste geboren. Ist Mariä schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll'. Kommen noch Nebel nach diesem Tag – den Reben kein Frost mehr schaden mag. Schöner Verkündungsmorgen befreit von vielen Sorgen. Sternenmengen am Verkündungsmorgen befreit den Landmann von vielen Sorgen. War vor Mariä Verkündung der Nachthimmel hell und klar, bedeutet es ein gutes Wetterjahr. Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet. 26. März: Ludger [Bearbeiten] Ist es um Ludger draußen feucht, bleiben auch die Kornböden leicht. 27. März: Rupert [Bearbeiten] Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er's auch im Juli sein.
April [Bearbeiten] Der April tut, was er will. Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn. Wenn der April Spektakel macht gibt’s Korn und Heu in voller Pracht. Je eher im April der Schlehdorn blüht, je früher der Bauer zur Ernte zieht. Heller Mondschein im April schadet den Blüten nicht. Aprilschnee ist der Grasbrüter. Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (= trockener Sommer), blüht die Eiche vor der Esche gibt es eine große Wäsche (= verregneter Sommer). 1. April: 1. April [Bearbeiten] Scherz verscheut Unheil. Den 1. April musst du gut übersteh'n, dann kann dir nichts Böses mehr gescheh'n. Säen am 1. April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel. 2. April: Rosamunde [Bearbeiten] Bringt die Rosamunde viel Sturm und auch Wind, ist er viel später uns gelind. 3. April: Christian [Bearbeiten] Wer an Christian säet Lein', bringt schönen Flachs in seinen Schrein. 4. April: Ambrosius [Bearbeiten] War's an Ambrosius schön und rein, wird's an Florian (4. Mai) umso wilder sein. Der heilige Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß. 5. April: Vinzenz [Bearbeiten] Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, bringt es viele Körner ein. Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein. 8. April: Amandus [Bearbeiten] Wenn es viel regnet um den Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag. Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n. 9. April: St. Waltraud [Bearbeiten] Wenn der Kuckuck am 9. April nicht gesungen hat, ist er erfroren. Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud oft gelind. (Genoveva ist am 3. Januar) 10. April: Ezechiel [Bearbeiten] An Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr, da säe Leinsamen, dann gedeiht er wunderbar. Ezechiel, mach schnell, mach's fein, tu deinen Lein' ins Geld hinein. 14. April: Tiburtius [Bearbeiten] Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall. Wenn der Tiburtius schellt, grünt der Garten und das Feld. Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach. Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen. Nach dem Tiburtiustag alles, alles grünen mag. 15. April: Kuckuckstag [Bearbeiten] Der 15. April der Kuckuckstag heißen will. Am 15. April der Kuckuck rufen soll, und müsste er rufen aus einem Baum, der hohl. 22. April [Bearbeiten] Gewitter vorm Georgiustag (23. April), folgt gewiss noch Kälte nach. 23. April: St. Georg [Bearbeiten] Georg kommt nach alten Sitten auf einem Schimmel angeritten. (Schimmel = die letzten Schneeflocken des Frühlings) Kommt der Georg auf einem Schimmel, kommt ein gutes Frühjahr vom Himmel. Ist's an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh'n. Ist's an Georgi hell und warm, gibt's noch ein Wetter, dass Gott erbarm. Georg und Markus (25. April) ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost. Gab es Gewitter am Georgitag, so folgt gewiss noch Kälte nach. Auf St. Georg's Güte stehen alle Bäum' in Blüte. Was bis Georgi die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus (16. Oktober) bleiben. Zu Georgi „blinde“ Reben, volle Trauben später geben. Sind die Reben an Georg noch „blutt“ und blind, freut sich der Winzer mit Frau und Kind. Am Georgstag zeigt sich schon die Schwalbe einen Augenblick, und zieht sich nochmal zurück. Kann der Georg im Korn die Krähe verstecken, wird sich das Mehl häufen zu prallen Säcken. Am Georgstag soll sich das neue Korn schon so recken, dass sich die Krähe drin kann verstecken. Es deutet eine gute Ernte an, wenn sich zu Georg schon die Krähe im Korn verstecken kann. Des St. Georg's Pferd, das tritt den Hafer in die Erd. Der Georgstag, der ist der Pferde Ehrentag. Georgi bringt grüne Schuh. (Früher mussten die Kinder ab diesem Tag auf ihre Winterschuhe verzichten.) 25. April: St. Markus [Bearbeiten] Georg (23. April) und Markus ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost. Georgus (23. April) und Marks, die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Wie jetzt an Markus sich das Wetter hält, so ist es auch oft im Herbst zur Ernte bestellt. Vor dem Markustag, sich der Bauer hüten mag. Gibt's an Markus Sonnenschein, hat der Winzer guten Wein. Ist's jetzt um den Markus warm, friert man danach bis in den Darm. Wer erst zu Markus legt die Bohnen, dem wird er's reichlich lohnen; doch Gerste, die sei längst gesät, denn nach dem Markus ist's zu spät. An Markus, da versteckt die Socken, unsere Krähe im Roggen. Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben. Leg erst nach Sankt Markus Bohnen, er wird's dir lohnen. 27. April: Petrus Canisius (Kanisius), Zita [Bearbeiten] Hat Sankt Peter das Wetter schön, kansst du Kohl und Erbsen sän. 28. April: St. Vital/Vitalis [Bearbeiten] Ist es noch kalt auf St. Vital, friert es uns noch fünfzehnmal. Friert's an Sankt Vidal, friert es wohl noch fünfzehnmal. 30. April: Walpurgisnacht [Bearbeiten] Regen in der Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht. In der Walpurgisnacht Regen, bringt uns reichen Erntesegen. Walpurgisfrost ist schlechte Kost. Sturm und Wind in der Walpurgisnacht, hat Scheune und Keller vollgemacht. Auf ihren Besen mit bösem Sinn, reiten die Hexen zum Blocksberg hin. (Angeblich treffen sich an diesem Tag die Hexen auf dem Blocksberg = Brocken im Harz.)
Mai [Bearbeiten] Donner und Fröste im Wonnemond, Müh' und Arbeit wenig lohnt. Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun' und Fass. Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen. Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu. Gewitter im Mai bringen Früchte herbei. Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu. Mairegen bringt Segen. Ein kühler Mai wird hochgeacht', hat stets ein gutes Jahr gebracht. Grünt die Eiche vor der Esche, gibt's im Sommer große Wäsche. Treibt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche. 1. Mai: Philippus und Jakobus, Walburga [Bearbeiten] Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi, sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. So viele Fröste vor Wenzeslaus (28. September) fallen, so viele nach Philippi folgen. Wenn die Sonne gut ist am 1. Mai, gibt es viel Korn und ein gutes Heu. Wenn es regnet am 1. Mai, regnet es auch weiter glei'. Regnet's am ersten Maientag, viele Früchte man erwarten mag. Wenn der 1. Mai schellt, grünt das ganze Feld. Fällt am 1. Mai Reif, so hofft man auf ein gutes Jahr. Kommt der 1. Mai mit Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall. Sind Philippus und Jakobus nass, hat der Bauer großen Spaß. Philippi und Jakobi – viel freß' i, wenig hab' i. (Die Bauern warteten auf die nächste Ernte; sie mussten mit ihren Vorräten auskommen.) 3. Mai: Kreuzauffindung, St. Jakobus, St. Philippus [Bearbeiten] Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag. Wenn es am Kreuztag heftig regnet, werden alle Nüsse leer und sind nicht gesegnet. Zu Philipp und Jakobi Regen, bedeutet viel Erntesegen. 4. Mai: St. Florian [Bearbeiten] War's an Ambrosius (4. April) schön und rein, wird's an Florian umso wilder sein. Der Florian, der Florian, noch einen Schneemann/hut setzen (tragen) kann. 6. Mai [Bearbeiten] Wenn sich naht Sankt Stanislaus (7. Mai), schlagen alle Bäume aus. Wenn sich naht Sankt Stanislaus (7. Mai), rollen die Kartoffel heraus. 7. Mai: Stanislaus [Bearbeiten] Wenn Tränen weint der Stanislaus, das tut uns gar nicht leid, es werden blanke Heller draus, in ganz kurzer Zeit. (Tränen = Regentropfen; Heller = Silbermünzen aus Schwäbisch Hall)* 10. Mai: Gordian [Bearbeiten] Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an. Dem kleinen Gordian man nicht trauen kann. Dem Gordian, dem Gordian, man besser niemals trauen kann. Kommt der Bott, kommt der Bott, regnet's wie aus einem Pott. 11. Mai: St. Mamertus (Eisheiliger) [Bearbeiten] (Eisheilige = Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie!) Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Der heilige Mamerz, der hat von Eis ein Herz; Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif; Servatius' Hund der Ostwind ist – hat schon manch' Blümlein totgeküsst; und zum Schluss, da fehlet nie, die eisigkalte Sophie. Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie. Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn, die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern. Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruss, doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi. Pankratius, Servatius, Bonifatius, der Winzer sie beachten muss: Geh'n sie vorüber ohne Regen, bringt's dem Weine großen Segen. Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei. 12. Mai: St. Pankratius (Eisheiliger) [Bearbeiten] Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Wenn's an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert. Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn. Wenn es am Pankratiustag schön ist, so ist das gutes Zeichen zu einem schönen und reichen Herbst. 13. Mai: St. Servatius (Eisheiliger) [Bearbeiten] Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein. Nach Servaz kommt kein Frost mehr her, der dem Rebstock gefährlich wär'. Servatius' Hund der Ostwind ist – hat manches Blümlein totgeküsst. 14. Mai: St. Bonifaz (Eisheiliger) [Bearbeiten] Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost Wer seine Schafe schrt vor Bonifaz, dem ist die Woll' lieber als das Schaf. 15. Mai: „Kalte Sophie“ (Eisheilige) [Bearbeiten] Die kalt' Sophie, die bringt zum Schluss ganz gern noch einen Regenguss. Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist. Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer Juchei. 16. Mai: St. Nepomuk [Bearbeiten] Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht. Heiliger Sankt Nepomuk treib uns die Wassergüsse z'ruck. Heiliger Nepomuk bring' uns die Wassergüss' zuruck. (= Umkehrung des vorherigen Spruches, wenn es an diesem Tag zu starken Sonnenschein gab und die Hitze auf den Feldern brannte) 24. Mai: St. Esther [Bearbeiten] Lein, gesät an Esthern, wächst am allerbesten. 25. Mai: St. Urban [Bearbeiten] Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg's; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar, ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Der Klemens (23. November) uns den Winter bringt, St. Petri Stuhl (22. Februar) dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns St. Urban, der Herbst fängt nach dem Barthel (24. August) an. Wie sich das Wetter an Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt. Das Wetter um den St. Urban zeigt auch des Herbstes Wetter an. Scheint die Sonne hell am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag'; wenn es aber regnet, ist nichts gesegnet. Viel Sonne bringen muss St. Orben, sonst die Trauben leicht verdorben. Wenn der Urban kein gut' Wetter hält, das Weinfass in die Pfütze fällt. Urban, lass' die Sonne scheinen, damit wir nicht beim Weine weinen. Wie der Urban sein Wetter hat, so findet's auch in der Lese statt. Der Urban mit viel Sonnenschein, der segnet unsere Fässer ein. Sankt Blas' (3. Februar) und Urban ohne Regen, folgt ein guter Erntesegen. Corpus Christi / Fronleichnam [Bearbeiten] Corpus Christ schön und klar, guter Wein in diesem Jahr. 31. Mai: St. Petronella/Maria Königin [Bearbeiten] Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide/der Hafer legen. Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell. Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell'. Nach schönem Wetter bei Petronell, da messt den Flachs ihr mit der Ell'.
Juni [Bearbeiten] Menschensinn und Juniwind ändern sich oft sehr geschwind. Ohne Tau kein Regen heißts im Juni allerwegen. Im Juni kühl und trocken, gibt's was in die Milch zu brocken. Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen. Wenn im Juni der Nordwind weht das Korn zur Ernte trefflich steht. Gibt's im Juni Donnerwetter, wird gewiss das Getreide fetter. Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr. Ist der Juni warm und nass gibts viel Korn und noch mehr Gras. Im Juni viel Donner bringt einen trüben Sommer 1. Juni: St. Fortunatus [Bearbeiten] War's an Fortunatus klar, gibt's ein gutes Erntejahr. Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat. 8. Juni: St. Medardus [Bearbeiten] An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht. Wie jetzt der Medardus wettert, solch Wetter 30 Tage zittert. Wie's Wetter auf St. Medardi fällt, es bis zu Mondes Schlusses anhält. Was der Medardus für ein Wetter hält, solch Wetter auch in die Ernte fällt. Ein sonniger Medardustag, der stillt aller Bauern Klag'. Ist's an Medardus feucht und nass, regnet's weiter ohne Unterlass. Regen am Medardustag verdirbt den ganzen Heuertrag. 10. Juni: St. Margarete [Bearbeiten] Regnet's am Margaretentag, dauert der Regen 14 Tag'. Hat die Margaret keinen Sonnenschein, bringt man das Heu nicht trocken rein. 11. Juni: St. Barnabas [Bearbeiten] Nach Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia (13. Dezember) sie wieder zu uns schleicht. St. Barnabas niemals die Sichel vergaß, er hat den längsten Tag (stimmt nicht!) und das längste Gras. Mit seiner Sens' der Barnabas, kommt her und schneidet ab das Gras. Wenn St. Barnabas bringt Regen, gibt's reichen Traubensegen. Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass. Der Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was vielleicht schon verdorben ist. 13. Juni: St. Antonius [Bearbeiten] Wenn Sankt Anton gut Wetter lacht, St. Peter (29. Juni) viel in Wasser macht. 15. Juni: St. Veit/Vitus [Bearbeiten] Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt's gewiss ein gutes Jahr. St. Veit, der hat den längsten Tag, die Luzia (13. Dezember) die längste Nacht vermag. (Stimmt nicht: Sommersonnenwende ist am 21. Juni) Nach dem St. Veit, da ändert sich bald die Jahreszeit. Der alte Vit, der bringt nur Regen mit. Das Wasser an St. Vit, verträgt die späte Gerste nit. Regen am St. Vitustag, die Gerste nicht vertragen mag. Regnet's an St. Veit, Gerste nicht leid't. O heiliger Vitus, regne nicht, damit es uns nicht am Korn gebricht, denn Regen an dem Vitustag, die Gerste nicht vertragen mag. Ist der Wein abgeblüht auf St. Vit, so bringt er ein schönes Weinjahr mit. Nach St. Veit, da ändert sich die Zeit; dann fängt das Laub zu stehen an, dann haben die Vögel das Legen getan. Der Wind, dreht sich um St. Veit, da legt sich's Laub auf die andere Seit'. (Soll angeblich stimmen!) Nach St. Veit, da legen sich die Blätter auf die andere Seit'. 16. Juni: St. Benno [Bearbeiten] Wer auf Sankt Benno baut, kriegt viel Flachs und Kraut. 19. Juni: St. Gervasius [Bearbeiten] Wenn's regnet auf St. Gervasius, es 40 Tage regnen muss. 21. Juni: Sommeranfang [Bearbeiten] (= der längste Tag des Jahres: 16 Std. 36 Min.) Ist die Milchstraße klar zu seh'n, bleibt das Wetter schön. Funkeln heut' die Stern', spielt der Wind bald den Herrn. 24. Juni: Johannistag/Geburt Johannes des Täufers [Bearbeiten] Bis Johannis wird gepflanzt, ein Datum, das du dir merken kannst. Stich den Spargel nie mehr nach Johanni. Vor Johanni bitt um Regen, nachher kommt er ungelegen. Das Jahr das nimmt ein gutes End', wenn das Emd trocken in der Scheune ist. Regnet´s am Johannistag, so regnet es noch vierzehn Tag. 27. Juni: Siebenschläfertag [Bearbeiten] Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt. Wenn's am Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet. Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass. 29. Juni: Peter und Paul [Bearbeiten] Regnet's an Peter und Paul, wird des Winzers Ernte faul.
Juli [Bearbeiten] Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr. Fällt kein Tau im Julius, Regen man erwarten muss. Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten. Juli schön und klar, gibt ein gutes Bauernjahr 1. Juli: Monatsanfang [Bearbeiten] Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen ha'n. 2. Juli: St. Maria [Bearbeiten] Mariä Heimsuch wird's bestellt, wie's Wetter sich 40 Tage hält. 4. Juli: St. Ulrich [Bearbeiten] Regen am Sankt Ulrich Tag macht die Birnen stichig mad. 8. Juli: St. Kilian [Bearbeiten] Kilian, der heilige Mann, stellt die ersten Schnitter an. Ist's zu St. Kilian schön, werden viele gute Tage vergehn. 10. Juli: Siebenbrüder [Bearbeiten] Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet's noch 7 Wochen danach. 17. Juli St. Alexius [Bearbeiten] Wenn Alexius verregnet heuer, werden Korn und Früchte teuer. 20. Juli: St. Margarete [Bearbeiten] Wie's Wetter an St. Margaret, dasselbe noch 4 Wochen steht. Margaretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen. Margaretens Regen bringt keinen Segen. 22. Juli St. Maria Magdalena (Marlene) [Bearbeiten] An Magdalena regnet's gern, weil sie weinte um den Herrn. (ähnl.: Magdalene weint um ihren Herrn, drum regnet's an diesem Tage gern.) Regnet's am St. Magdalentag folgt gewiss mehr Regen nach. 23. Juli St. Apollinaris [Bearbeiten] Klar muss Apollinaris sein, soll sich der Bauer freun. 25. Juli: St. Jakobus [Bearbeiten] Bläst Jakobus weiße Wölkchen in die Höh, sind's Winterblüten zu vielem Schnee. Sind an Jakobi die Tage warm, gibt's im Winter viel Kält' und Harm. Jakobi ohne Regen deutet auf strengen Winter. Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann fohlocken. Sankt Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot. 26. Juli: St. Anna [Bearbeiten] Sankt Anna klar und rein, wird bald das Korn geborgen sein. Ist Sankt Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei. Anna warm und trocken macht den Bauern frohlocken 29. Juli St. Olaf, Beate, Lucilla und Ladislaus, Flora [Bearbeiten] Olaf, Beate, Lucilla, Ladislaus, verbrennen dem Bauern Scheun' und Haus. Ist Florentine trocken blieben, schickt sie Raupen in Korn und Rüben. 31. Juli St. Ignatius [Bearbeiten] So wie Ignaz stellt sich ein, wird der nächste Januar sein.
August [Bearbeiten] Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft. Stellt im August sich Regen ein, so regnet's Honig und guten Wein. Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr. Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most. Im August blüht der Schnee für den nächsten Winter, wenn weiße Wolken ziehen. Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot. Nasser August macht teure Kost. Ist's in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß. Bring der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter. Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht. 1. August: Petri Kettenfeier [Bearbeiten] Ist's von Petri bis Lorenzi (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß. 4. August: Dominikus [Bearbeiten] Hitze am Dominikus, ein harter Winter kommen muss. 5. August: Oswald [Bearbeiten] Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein. 7. August St. Afra, Maria Schnee [Bearbeiten] An St. Afra Regen ist für den Bauer ungelegen. An Sankt Afra Regen fällt, den Bauern es noch lange quält. Regen an Mariä Schnee tut dem Korn empfindlich weh. 8. August St. Dominikus [Bearbeiten] Ist's an Domini sehr heiß, wird der Winter lang und weiß. Ist's heiß an Sankt Dominikus, der Winter mit strenger Kälte kommen muss. Auf Hitze an Sankt Dominikus ein strenger Winter folgen muss. 10. August St. St. Laurentius [Bearbeiten] Sankt Laurenz mit heißem Hauch, füllt dem Bauern Fass und Schlauch. St. Lorenz kommt in finstrer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht. Laurentius heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen tut. Laurenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein. Ist's von Petri (1. August) bis Lorenzi heiß, dann bleibt der Winter lange weiß. 13. August St. Hippolyt/St. Kassian (Cassianus) [Bearbeiten] Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht. Wie das Wetter zu Kassian, hält es viele Tage lang. 14. August [Bearbeiten] Leuchten vor Mariä Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne. 15. August Maria Himmelfahrt [Bearbeiten] Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag. Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt, wird es schönen Herbst bedeuten. Sagt das Sprüchlein allen Leuten. Um Maria Himmelfahrt, das Wisse, gibt es schon die ersten Nüsse. Wer Rüben will recht gut und zart, sä' sie an Mariä Himmelfahrt. 16. August St. Rochus [Bearbeiten] Wenn Sankt Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut. 18. August St. Agapitus [Bearbeiten] Holz, an Agapitustag geschlagen, falut nicht bis zum „Jüngsten Tag“. 19. August St. Sebaldus [Bearbeiten] Regnet's an Sankt Sebald, nahet teuere Zeit sehr bald. 24. August St. Bartholomäus (Bartheltag) [Bearbeiten] Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll's den ganzen September sein. Wie Bartholomäus sich hält, so ist der ganze Herbst bestllt. Liegt Reif um den Barthelmtag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen. Bleibt St. Barthol im Regen stehn, ist ein guter Herbst vorherzusehn. 26. August St. Anna [Bearbeiten] Ist St. Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei. 28. August St. Augustin [Bearbeiten] Um Augustin ziehn die Wetter hin. Um die Zeit von Augustin gehn die warmen Tage hin. 30. August St. Felix [Bearbeiten] Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag' für Wetter han. 31. August St. Raimund [Bearbeiten] Sankt Raimund treibt die Wetter aus.
September [Bearbeiten] Am Septemberregen ist dem Bauer viel gelegen. Donnert's im September noch, wird der Schnee um Weihnacht hoch. Im September die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel. Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen. 1. September: St. Ägidus [Bearbeiten] Wie das Wetter an Ägidius so es vier Wochen bleiben muss. Ist Ägidi ein heller Tag, ich dir schönen Herbst ansag. Ägidius Regen kommt ungelegen. Gib auf Ägidius wohl Acht, er sagt dir, was der Monat macht. 6. September St. Magnus [Bearbeiten] Wie das Wetter am Magnustag so es vier Wochen bleiben mag. 7. September St. Regine [Bearbeiten] Ist Regine warm und sonnig, bleibt das Wetter lange wonnig. Regina warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig. 8. September: Mariä Geburt [Bearbeiten] Wie sich das Wetter an Maria Geburt verhält, so ist's noch 4 Wochen bestellt. Wird Mariä Geburt gesät, ist's nicht zu früh und nicht zu spät. Zu Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. Bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah. 9. September St. Gorgon [Bearbeiten] Ist Gorgon schön, bleibt's noch 6 Wochen schön. Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit bösen Wegen. Regnet es am Sankt Grogons Tag, geth dier ERnte verloren bis auf den Sack. 11. September St. Portus [Bearbeiten] Wenn's an Portus nicht näßt, ein dürrer Herbst sich sehen lässt. 12. September Mariä Namen [Bearbeiten] An Mariä Namen, sagt der Sommer Amen. 14. September Kreuzerhöhungstag [Bearbeiten] Ist's hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach. 15. September St. Ludmilla [Bearbeiten] St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt gern Regen und Wind. Ludmilla will nicht artig sein, bringt viel Wind und Regen rein. 17. September St. Lambert [Bearbeiten] Auf Lambert hell und klar, folgt ein trocken Jahr. 18. September: St. Lampert [Bearbeiten] Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lampert klar und rein. 21. September St. Matthäus [Bearbeiten] Hat Matthäus schön' Wetter im Haus, so hält es noch vier Wochen aus. Tritt Matthäus stürmisch ein, wird's bis Ostern Winter sein. Wenn Matthäus weint statt lacht, Essig aus dem Wein er macht. 22. September: St. Mauritius [Bearbeiten] Klares Wetter an Mauritius, im nächsten Jahr viel Wind kommen muss. Ist Sankt Martin hell und klar, stürmt der Winter, das ist wahr. Zeigt sich klar Mauritius, viele Stürm er bringen muss. 24. September: St. Virgilius [Bearbeiten] Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss. 25. September: St. Kleophas [Bearbeiten] Nebelt's an St. Kleophas, wird der ganze Winter nass. 26. September: St. Damian und St. Kosmas [Bearbeiten] Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an. 27. September [Bearbeiten] Fallen die Eicheln vor Michael (29.09.) ab, so steigt der Sommer früh in's Grab. 28. September: St. Wenzeslaus (Wenzel, Vaclav) [Bearbeiten] Kommt Wenzeslaus mit Regen an, werden wir Nüsse bis Weihnachten ha'n. 29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael [Bearbeiten] Der Michel zündt's Licht an. Regnet's am Michaelistag, folgt milder Winter nach. Wenn aber Michael der Wind kalt weht, ein harter Winter zu erwarten steht. Auf nassen Michaeltag, nasser Herbst folgen mag. Gibt Michaeli Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein. Sind Zugvögel an Michaeli noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter hier. Fallen die Eicheln vor Michaeli ab, so steigt der Sommer früh ins Grab.
Oktober [Bearbeiten] Oktoberschnee tut Mensch' und Tieren weh. Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will. Oktober rau, Januar flau. Bringt der Oktober viel Regen, ist's für die Felder ein Segen. Warmer Oktober bringt fürwahr, stets einen kalten Februar. Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit. Schneit's im Oktober gleich, wird der Winter weich. Hilft der Oktober nicht mit Sonne, hat der Winzer keine Wonne. Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter. Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt. 1. Oktober: St. Remigius [Bearbeiten] Regen an Sankt Remigius bringt den ganzen Monat Verdruss. 2. Oktober: St. Leodegar [Bearbeiten] Laubfall an Sankt Leodegar, kündigt an ein fruchtbar Jahr. 9. Oktober: St. Dionysius (Denis) [Bearbeiten] Regnets's an Sankt Dionys, wird der Winter nass gewiss. 14. Oktober: St. Burkhard (Burkard) (Erhebung der Gebeine) [Bearbeiten] Sankt Burkhard Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein. 15. Oktober: St. Theresa [Bearbeiten] Zu Theres' beginnt die Weinles'. 16. Oktober: St. Hedwig und St. Gallus [Bearbeiten] Sankt Hedwig und Sankt Gall' machen das Schneewetter all'. Gießt Sankt Gallus wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass; ist der trocken folgt vom Sommer noch ein Brocken. Sankt Gallen lässt den Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und die Äpfel in den Sack. An Sankt Hedwig und Sankt Gall schweigt der Vögel Schall. 17. Oktober [Bearbeiten] Nach dem Sankt Gallus-Tag (16. Oktober) nichts mehr im Garten bleiben mag. 18. Oktober: St. Lukas [Bearbeiten] Wer an Lukas Roggen streut, es im Jahr darauf nicht bereut. Ist Sankt Lukas mild und warm, folgt ein Winter, dass Gott erbarm. 20. Oktober: St. Wendelin [Bearbeiten] Sankt Wendelin, verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh. 21. Oktober: St. Ursula [Bearbeiten] Zu Ursula muss das Kraut herein, sonst wird's noch lange draußen sein. Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein. An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Judas (28. Oktober) drein. 23. Oktober: St. Severin [Bearbeiten] Wenn's Sankt Severin gefällt, so bringt er mit die erste Kält'. 25. Oktober: St. Crispinus und Crispinianus, Krispin [Bearbeiten] Mit Krispin sind alle Fliegen hin. 26. Oktober: St. Albin [Bearbeiten] Warmer Sankt Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar. 27. Oktober [Bearbeiten] Wer Weizen sät vorm Simonstage (28.10.), dem trägt er goldene Ähren ohne Frage. Bevor du Simon auch auch Judas (28.10.) schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut. 28. Oktober: Apostel Simon und Apostel Judas [Bearbeiten] Ist's an Judas hell und klar, gibt's Regen erst an Cäcilia (22. November). Simon und Juda, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei. Bevor du Simon und auch Judas schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut. 30. Oktober [Bearbeiten] Zu Ende Oktober Regen bringt ein fruchtbar Jahr zuwegen. 31. Oktober: St. Wolfgang [Bearbeiten] Regen am Sankt-Wolfgangs-Tag, gut für das nächste Jahr sein mag. Sankt Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen.
November [Bearbeiten] Wer nicht im November die Äcker gestürzt, der wird im nächsten Jahr verkürzt. November hell und klar, ist übel fürs nächste Jahr. November warm und klar, keine Sorge fürs nächste Jahr. Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein. Hält der Baum die Blätter lang', macht ein später Winter bang'. Bringt der November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht. Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter. Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht. Gefriert im November schon das Wasser, wird der Januar umso nasser. Donnert's im November gar, so folgt ein gesegnetes Jahr. Blühn im November die Bäume auf's Neu', dann währet der Winter bis zum Mai. 1. November: Allerheiligen [Bearbeiten] Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini (11. November) einen Sommer. Allerheiligen bringt Sommer für alte Weiber, der ist des Sommers letzter Vertreiber. Ist's zu Allerheiligen rein, tritt Altweibersommer ein. Hat Allerheiligen Sonnenschein, wird's um Martini (11. November) umso kälter sein. Bricht vor Allerheiligen der Winter ein, so herrscht um Martini Sonnenschein. 2. November: Allerseelen [Bearbeiten] Der Allerseelentag will drei Tröpfle Regen ha'n. Um Allerseelen kalt und klar, macht auf Weihnacht alles starr. 3. November: St. Hubertus [Bearbeiten] Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt's den ganzen November weiß. 4. November: St. Karl [Bearbeiten] Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit. 6. November: St. Leonhard [Bearbeiten] Wenn auf Leonhardi Regen fällt, ist's mit dem Weizen schlecht bestellt. Wie's Wetter an Lenardi ist, bleibt's bis Weihnachten gewiss. Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre. 11. November: St. Martin [Bearbeiten]
Wenn an/nach Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind. Ist Martini klar und rein, bricht der Winter bald herein. Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart. Wenn die Martinsgänse auf dem Eise geh’n, muss das Christkind im Schmutze steh’n. Wenn's Laub nicht vor Martini fällt, kommt eine große Winterkält'. Sankt Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein. 15. November: St. Leopold [Bearbeiten] Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold. 17. November St. Gertrud [Bearbeiten] Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise. 19. November: St. Elisabeth [Bearbeiten] Sankt Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann. Es kündigt die Elisabeth, was für ein Winter vor uns steht. 21. November: Mariä Tempelgang (Mariä Opferung) [Bearbeiten] Mariä Opferung hell und rein, bringt einen harten Winter rein. Mariä Opferung klar und hell, naht ein strenger Winter schnell. Mariä Opferung klar und hell, macht den Winter streng und ohne Fehl. 22. November: St. Cäcilia [Bearbeiten] Die heilige Cäcilie mit Dank, setzt sich auf die Ofenbank. Wenn es an Cäcilia schneit, ist der Winter nimmer weit. Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterzeit. 23. November: St. Clemens/Klemens [Bearbeiten] Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild' Gesicht. 25. November: St. Katharina [Bearbeiten] Wenn kein Schneefall auf Kathrein is', auf Sankt Andreas (30. November) kommt er g'wiss. Ist an Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das Blatt. Wie das Wetter um Kathrein, wird's den ganzen Winter sein. Kathrein stellt den Tanz ein. (siehe: Kathreintanz) 26. November: St. Konrad [Bearbeiten] An Konrad steht kein Mühlenrad, weil der ja immer Wasser hat. 27. November: St. Virgilius (Fergal) [Bearbeiten] Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss. 30. November: St. Andreas [Bearbeiten] Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr Wirft herab Andreas Schnee, tut's den Korn und Weizen weh. Wenn kein Schneefall auf Kathrein (25.11) ist, auf Sankt Andreas kommt er g'wiss. Hält Sankt Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.
Dezember [Bearbeiten] Dezember lind, der Winter ein Kind. Im Dezember Schnee und Frost, das verheißt viel Korn und Most. Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind vereinigt immerdar. Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbar Jahr mit reichlich Klee. Dezember, kalt mit Schnee, tut dem Ungeziefer weh. Ist der Dezember wild mit Regen, dann hat das nächste Jahr wenig Segen. Donnert's im Dezember gar, kommt viel wind im nächsten Jahr. Herrscht im Dezember recht strenge Kält', sie volle 18 Wochen hält. Dezember, veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind. So kalt wie im Dezember, so heiß wird's im Juni. 1. Dezember: St. Eligius [Bearbeiten] Fällt auf Eligius ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag. 2. Dezember: St. Bibiana [Bearbeiten] Gibt's Regen am Bibianatag, es noch vierzig Tage regnen mag. 4. Dezember: St. Barbara [Bearbeiten] Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee. Knospen an Sankt Barbara, sind zum Christfest Blüten da. 5. Dezember [Bearbeiten] Nach Barbara (4. Dezember) geht's frosten an, kommt's früher, ist nicht wohlgetan. 6. Dezember: St. Nikolaus [Bearbeiten]
Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus. Trockener Nikolaus, milder Winter rund um's Haus. 7. Dezember: St. Ambrosius [Bearbeiten] Ist Ambrosius schön und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) ein Wilder sein. 8. Dezember: Mariä Empfängnis [Bearbeiten] Zu Mariä Empfängnis Regen bringt dem Heu keinen Segen. 13. Dezember: St. Lucia [Bearbeiten] An Sankt Lucia ist der Abend dem morgen nah. Sankt Luzia stutzt den Tag und macht die längste Nacht. Erklärung: Bis zur Gregorianischen Kalenderreform war der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres, es galt bis dahin der Julianische Kalender. 16. Dezember: St. Adelheid [Bearbeiten] Die Adelheid liebt weiße Flocken, so bleibt die Erde selten trocken. Um die Zeit von Adelheid, da macht sich gern der Winter breit. 17. Dezember: St. Lazarus [Bearbeiten] Ist Sankt Lazar nackt und bar, gib's ein schönes neues Jahr. Sankt Lazarus nackt und bar, macht einen linden Februar. 21. Dezember: St. Thomas [Bearbeiten] Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr. Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht. 24./25. Dezember: Heiliger Abend, Weihnachten [Bearbeiten]
Wenn es Weihnachten flockt auf allen Wegen, das bringt den Feldern Segen. Hängt zu Weihnacht Eis von den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen schneiden. Ist es Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Wer sein Holz nach Weihnachten fällt, dessen Gebäude zehnfach hält. Weihnachten im Schnee, Ostern im Klee. Bis Weihnacht gibt es Speck und Brot, danach kommt Kält' und Not. Je dicker das Eis um Weihnacht liegt, je zeitiger der Bauer Frühling kriegt. Wenn's Christkindlein Tränen weint, vier Wochen keine Sonne scheint. Weihnacht, die im grünen Kleid, hält für Ostern Schnee bereit. Viel Wind in den Weihnachtstagen, reichlich Obst die Bäume tragen. 26. Dezember: St. Stefan [Bearbeiten] Bringt Sankt Stephan Wind, die Winzer nicht erfreuet sind. Scheint am Stephanstag die Sonne, so gerät der Flachs zur Wonne. Windstill soll Sankt Stephan sein, soll der nächste Wein gedeihn. 28. Dezember: Unschuldige Kinder [Bearbeiten] Schneit's an unschuldige Kindl, fährt der Januar in die Schindel. Haben's die unschuldigen Kindlein kalt, so weicht der Frost nicht so bald. Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte, vergeht der Frost nicht in Bälde.
31. Dezember: St. Silvester [Bearbeiten] Silvesternacht düster oder klar, sagt an ein gutes Jahr. Friert zu Silvester Berg und Tal, geschieht's dies Jahr das letzte Mal. Silvesterwind und warme Sonn', verdirbt die Hoffnung auf Wein und Korn. Wenn's Silvester stürmt und schneit, ist Neujahr nicht mehr weit.
Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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