Systeme, die bereits im Ansatz scheiterten, für grausame menschliche Schicksale verantwortlich waren, sie füllen ganze Geschichtsbücher. Im Laufe der Zeit entstand dann zwar ein Wunschgedanke namens Demokratie, doch fehlt bis heute der Wille, ein solch komplexes System auch konsequent zu leben. Humanes Verständnis darf sich niemals aus einer Rechtssprechung heraus ableiten, sondern aus dem Streben nach einer Schaffung und Wahrung der Menschenwürde.
Die Erklärung,(siehe Link) was man unter Demokratie verstehen soll, ist so theoretisch, auf daß ich nichts davon verstanden habe. Vor ungefähr vor zwei Jahren stellte ich in einem anderen die Frage, wer mir mal mit eigenen Worten die Demokratie erklären kann. Und das kam dabei raus:
Antwort von "Renitenztheater" auf meine Frage: "Wer erklärt einem Ossi die Demokratie?" ...aber nicht nach Wikipeda, das ist mir zu wenig!". Das Kopieren für aufklärende Zwecke hat er mir ausdrücklich erlaubt!
Bin Wessi. Werd`s mal versuchen:
Demokratie im heutigen Sinne ist, wenn ein halbwegs stabiler Personenkreis in geheimen und freien Wahlen, z. T. vermittelt über Parteilisten, vom Souverän legitimiert wird, dessen Rechte im Weiteren praktisch unabhängig von ihm wahrzunehmen.
Er erwirbt die Rechte, im Namen seiner Wähler zu sprechen und in dessen Sinne zu regieren, ist aber so frei, sich auf das erste Recht beschränken zu dürfen.
Neben Legislative, Judikative und Exekutive gibt es in einer Demokratie eine "4. Gewalt": die Medien. Diese sind frei, die Gewählten im Namen des Volkes zu kritisieren, müssen es aber nicht.
In einer Demokratie hat der Bürger die Möglichkeit, sich die gefällten Entscheidungen der Politik durch die Medien schmackhaft machen zu lassen, damit es ihm leichter fällt zu glauben, diese Entscheidungen entsprächen seinen Interessen. Hat er seine Meinung den Entscheidungen angepasst, hat er das Gefühl, man habe seinen Willen umgesetzt. Das ist ein schönes Gefühl. Vor allem private Fernsehsender bieten diesen Service völlig kostenlos an, weil sie uns so lieb haben und um unser Wohlergehen besorgt sind.
Demokratische Patrioten lassen sich analytisch in zwei Kategorien einteilen:
1. Ewige Nörgler, die auf die Reinheit der demokratischen Idee hinweisen und den Willen des Souveräns in der Politik der Volksvertreter umgesetzt sehen wollen. Sehr anfällig für "Populismus", also dem Versprechen, im Sinne des Volkes zu regieren.
2. Begeisterte, die es toll finden, wenn sie eine starke Vertretung haben, die ihnen ihre Macht beweist, indem sie den Volkswillen pragmatisch übergeht. Vermutlich weckt das geborgenheitsvermittelnde Erinnerungen an die Zeit, als die Eltern einem beständig den eigenen Willen unter dem Vorwand der Fürsorglichkeit absprachen, in Wirklichkeit aber nur ungestört vom Nachwuchs ihren eigenen Interessen nachgehen wollten, was man wiederum tunlichst verdrängt, um sich geliebt zu fühlen.
Tolle Sache das! Und das Beste: Man muss nicht mehr argumentieren lernen (bringt eh nix), man muss sich keine Meinung mehr bilden (das übernehmen andere), man wird in Ruhe gelassen."
23.06.2008, 17:50
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Ich glaube, dieser klaren Erklärung ist nichts mehr hinzuzufügen.!
„government of the people, by the people, for the people“
also vereinfacht übersetzt kann man sagen:
Die Herrschaft geht aus dem Volk hervor, wird durch das Volk selbst und in seinem Interesse ausgeübt.
In unserem Lande funktionieren jedenfalls die Schlüsselelemente
wie
Grundfreiheiten und Grundrechte Wahlen Rechtsstaat Gewaltenteilung Das Parlament Demokratischer Pluralismus Regierung und Opposition Öffentlichkeit und freie Medien
und werden in großen Teilen geachtet gleich befolgt und für mich persönlich ist eine andere Staatsform undenkbar und der Beitrag von Renitenztheater ist doch etwas und in vielen Teilen zu oberflächlich. Wer natürlich mit unserer klar geregleten demokratischen Staatsform nicht klar kommt - hat immer die Möglichkeit sich eine IHM entsprechende Staatsform zu suchen und dorthin auszuwandern.
gern würde ich hier weiterdiskutieren, soweit ich die praktisch geübte Demokratie erlebt habe:
"In unserem Lande funktionieren jedenfalls die Schlüsselelemente
wie
Grundfreiheiten und Grundrechte Wahlen Rechtsstaat Gewaltenteilung Das Parlament Demokratischer Pluralismus Regierung und Opposition Öffentlichkeit und freie Medien
aber das würde eine endlose Diskussion werden, die zu nichts führt, denn alle deine oben angeführten Stichpunkte verleiten mich zum Widerspruch. Auch würden sie platzmäßig hier den Rahmen sprengen. Also lassen wir das. Allein der Vergleich mit dem realen Leben würde viele Behauptungen ad Acta legen, meine ich!
Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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