Freitag, 02. April 2010 Nominierung des WM-Kaders Der Countdown läuft Rund einen Monat vor der mit Spannung erwarteten Präsentation des vorläufigen Aufgebots für die Fußball-WM 2010 in Südafrikai beginnt für Bundestrainer Joachim Löw die heiße Phase. Diese ist offenbar so heiß, dass sich Löw sogar den Bundesliga-Gipfel zwischen dem FC Schalke und den Bayern entgehen lässt.
Wie die Saison gehen auch Joachim Löws Planspiele in den Endspurt. (Foto: picture alliance / dpa)
Am 6. Mai wird Fußball-Deutschland wissen, ob Bundestrainer Joachim Löw dem Schalker Stürmer Kevin Kuranyi doch noch eine Chance in der deutschen Nationalmannschaft gibt. An diesem Tag gibt der Bundestrainer in Stuttgart sein vorläufiges Aufgebot für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika bekannt. Gehört Kuranyi nicht dazu, fährt er auch nicht mit nach Südafrika. Die mögliche Begnadigung des Bundesliga-Toptorjägers sorgt beim WM-Casting der deutschen Nationalmannschaft für Zündstoff - zumindest außerhalb der Nationalmannschaftsleitung.
"Wir sehen das unaufgeregt. Es gehört doch zu den ganz normalen Abläufen vor jedem großen Turnier wie EM oder WM dazu, dass in den Wochen zuvor eine gewisse Anspannung und Unsicherheit herrscht. Können wir wirklich unseren Ansprüchen gerecht werden? Was passiert Unerwartetes in der Vorbereitung? Und natürlich wird auch in den Medien gern über interessante Personalien spekuliert", hatte der 50-Jährige zuletzt via Verbands-Homepage die Wogen um einige heikle Personalien zu glätten versucht. Löw nicht auf Schalke
Ob Löw auch Kevin Kuranyi mit nach Südafrika nimmt, bewegt derzeit Fußball-Deutschland. (Foto: dpa)
Ein Bild über das Leistungsvermögen des Schalkers Kuranyi hat sich Löw offenbar bereits gemacht. Denn das Spitzenspiel am Samstag zwischen Tabellenführer Schalke 04 und Rekordmeister Bayern München wird der Bundestrainer nicht live im Stadion verfolgen. Damit entgeht er auch unangenehmen Fragen zur Personalie Kuranyi. Ob Löw wirklich über seinen Schatten springt und den 28 Jahre alten Stürmer nach dessen Flucht beim WM-Qualifikationsspiel gegen Russland im Oktober 2008 doch noch mit nach Südafrika nimmt, ist weiter offen. Ob Löw wirklich über seinen Schatten springt und den 28 Jahre alten Stürmer nach dessen Flucht beim WM-Qualifikationsspiel gegen Russland im Oktober 2008 doch noch mit nach Südafrika nimmt, ist weiter offen.
Zumindest ist klar, dass Löw seinen vorläufigen Kader am 6. Mai - zwei Tage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag - benennen wird. Dann werden voraussichtlich wieder wie vor der EM 2008 mehr als 23 Spieler nominiert, um Auswahlmöglichkeiten zu haben und etwaigen Verletzungen und Formschwächen vorzubeugen. Das endgültige 23-köpfige Aufgebot für die erste WM auf dem afrikanischen Kontinent (11. Juni bis 11. Juli) muss Löw dann am 5. Juni dem Weltverband Fifa melden. Frings hat Urlaub gebucht
Während Kuranyi weiter große Hoffnungen hegt, doch noch auf den WM-Zug aufzuspringen, plant ein anderer verdienter Nationalspieler für den Sommer bereits Urlaub. Denn Torsten Frings sieht für sich unter Löw trotz der Verletzungen von Simon Rolfes und Sami Khedira sowie der Formkrise von Thomas Hitzslperger definitiv keine Zukunft mehr in der DFB-Auswahl.
Bremens Torsten Frings hat die WM für sich abgeschrieben. Löw ihn für die WM auch, schon längst. (Foto: dpa)
"Die WM ist für mich kein Thema. Die Wahrscheinlichkeit, dass Joachim Löw auf mich zukommt, tendiert gegen null", sagte der 33-Jährige, der seine Aussagen aber nicht als Rücktritt wertete: "Ich kann schlecht aus der Nationalmannschaft zurücktreten, denn ich bin ja aus dieser Mannschaft entfernt worden." Wer die Position neben Michael Ballack im Mittelfeld übernehmen wird, dürfte eine der interessantesten Fragen vor WM-Beginn werden. Die besten Karten hat Bastian Schweinsteiger, der unter Louis van Gaal auch beim FC Bayern auf der Sechser-Position spielt. Drei Sicherheitsleute fürs Hotel
Unterdessen berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus", dass der DFB sein südafrikanisches WM-Quartier Velmore Grande von mindestens drei Sicherheitsleuten schützen lassen will. "Wir entscheiden in den kommenden Tagen, nachdem uns die detaillierten Konzepte der südafrikanischen Polizei vorliegen, ob über unsere planmäßigen Sicherheitsmaßnahmen hinaus weiteres Personal erforderlich ist", sagte DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn.
Derweil haben deutsche Berufs-Feuerwehrmänner in der Planung des Katastrophen-Managements der WM in Südafrika zum Teil erhebliche Mängel festgestellt. Personal und Material sollen vor allem an kleineren Spielorten nicht den europäischen Maßstäben entsprechen. Auch sollen organisatorische Mängel, beispielsweise bei den Plänen zur Evakuierung eines Stadions, bestehen.
Sonntag, 23. Mai 2010 Neue Nummer 1, neuer Kapitän Löw hat sich entschieden Knapp drei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sind weitere Personalentscheidungen bei der deutschen Nationalmannschaft gefallen. Details will Bundestrainer Joachim Löw öffentlich zwar noch nicht verkünden - erste Anzeichen gibt es allerdings bereits.
Joachim Löw und sein Trainer-Team haben sich entschieden. (Foto: dpa)
Bundestrainer Joachim Löw hat sich darauf festgelegt, wer bei der Fußball-Weltmeisterschaft im deutschen Tor stehen wird und wer die Nationalmannschaft als Kapitän anführen darf. "Wir sind in der Entscheidungsfindung klar", sagte Löw. Die Entscheidungen will er aber frühestens am Mittwoch nach dem Eintreffen aller Bayern-Spieler im Trainingslager verkünden in Südtirol. In der Torhüterfrage deutet alles auf den Schalker Manuel Neuer hin, als Kapitän ist der Münchner Philipp Lahm heißer Favorit.
Löw kündigte an, dass die neue Nummer 1 auch die beiden noch ausstehenden Testspiele gegen Ungarn und Bosnien-Herzegowina bestreiten wird. Nach dem Ausfall von Rene Adler wird der Schalker Manuel Neuer favorisiert – auch aufgrund seines Alters. Dem Münchner Routinier Jörg Butt werden lediglich Außenseiterchancen eingeräumt, der Bremer Keeper Tim Wiese wird sich wahrscheinlich mit der Nummer drei begnügen müssen. Löw betonte, dass er seine Personalentscheidung nach Rücksprache mit dem Trainerstab alleine getroffen habe. Die Mannschaft sei in diesem Thema nicht involviert gewesen. "Podolski wird explodieren"
Zum Gewinner der bisherigen WM-Vorbereitung erklärte Löw den Kölner Lukas Podolski. "Er wird explodieren bei der WM", sagte der Bundestrainer voller Überzeugung. Er bescheinigte Podolski eine körperliche Top-Verfassung und zudem "unglaubliche Dynamik".
"Alle Spieler investieren hier mehr als hundert Prozent." (Foto: dpa)
Ein Problem werde es für ihn werden, vor dem Nominierungsschluss am 1. Juni noch drei Spieler aus dem vorläufigen 26-köpfigen WM-Kader auszusortieren. "Diese Entscheidung wird schwierig. Alle Spieler investieren hier mehr als hundert Prozent", lobte Löw den Einsatz der bislang noch 19 WM-Kandidaten. Nicht zittern muss der Stuttgarter Innenverteidiger Serdar Tasci. Man könne davon ausgehen, "dass er in den endgültigen Kader gehört", so Löw.
Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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