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 Maori
Klarabella Offline

Administrator (Master of Desaster)
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06.01.2010 23:58
Die Geschichte der Maori antworten

Lt. Wikipedia

Bedeutung
Das Wort „Māori“ wird mit Betonung auf dem a ausgesprochen, das o wird sehr kurz und manchmal kaum mehr hörbar gesprochen. Das Wort bleibt im Plural ohne s.

In der Sprache der Māori bedeutet das Wort „normal“ oder „natürlich“. In Legenden und Mythen bezeichnet das Wort sterbliche Menschen im Gegensatz zu Geistern und unsterblichen Wesen.

Das Wort hat Verwandtschaften in vielen anderen polynesischen Sprachen, so in der Hawaiischen Sprache 'Maoli', der Sprache Tahitis 'Maohi', mit ähnlichen Bedeutungen. Im zeitgenössischen Englisch bedeutet das Wort eher „ursprünglich“, „eingeboren“ oder „einheimisch“.

Neben der Bezeichnung „Māori“ bezeichnen sich die Māori selbst auch als Tangata whenua, wörtlich „Menschen des Landes“, und betonen hiermit ihr Gefühl der Verbundenheit mit ihrem Land.

Vor 1974 war die gesetzliche Definition einer Māori-Person durch ihre Abstammung festgelegt. Dies war wichtig beispielsweise in Bezug auf das Wahlrecht.[2] Der Māori Affairs Amendment Act 1974 änderte diese Definition hin zu einer kulturellen Selbstbestimmung, was bedeutet: Māori ist, wer sich als Māori identifiziert. Um beispielsweise spezielle Fördergelder zu erhalten, ist es allerdings weiterhin erforderlich, wenigstens in Teilen Māori-Abstammung zu sein, allerdings gibt es keinen vorgeschriebenen Mindestanteil an „Māori-Blut“.[3] Dies kann durchaus zu Diskussionen führen; so entzündete sich im Jahr 2003 eine Kontroverse an der Nominierung von Christian Cullen für das New Zealand Māori Rugby Union Team, weil er nur zu 1/64 Māori-Vorfahren habe.[4] Im allgemeinen erleben insbesondere die Māori selbst ihre Identität als nicht genetisch festgelegt, sondern als eine Frage der kulturellen Identität.

Geschichte

Tāwhiao (-1894), der zweite König der MāoriNeuseeland war eine der letzten Gegenden der Erde, die von Menschen besiedelt wurden.

Archäologische und linguistische Forschungen führten bislang zu der Annahme, dass Neuseeland wahrscheinlich in mehreren Wellen besiedelt wurde, ausgehend von Ost-Polynesien zwischen 800 und 1300. Bei neueren Radiokohlenstoffdatierungen von Knochen der pazifischen Ratte, die nur als Begleitung von Menschen nach Neuseeland gelangen konnte, konnten aber nur Spuren gefunden werden, die nach 1280 datierten.[1]

Māori berichten in ihren mündlichen Überlieferungen von diesen Immigrationswellen und beschreiben und benennen das jeweilige waka, seetüchtige Auslegerkanus. Verschiedene Stämme der Māori beziehen sich auf entsprechende Kanus und nennen nicht nur ihren Stamm, sondern auch ihr Kanu, wenn sie sich vorstellen.

Ursprungsland ist in der Mythologie der Māori die Insel Hawaiki, von der bisher nicht geklärt ist, ob diese existiert und wenn ja, welchen Namen sie heute trägt.

Kontakt mit Europäern vor 1840

Erster Kontakt mit Māori 1642 in der Mörderbucht, heute Golden BayDie Besiedelung Neuseelands durch Europäer begann vergleichsweise spät. Der neuseeländische Historiker Michael King beschreibt in seinem Buch The Penguin History Of New Zealand das Volk der Māori als die letzte große Gemeinschaft der Erde, die unberührt und unbeeinflusst von der Außenwelt lebte.

Erste europäische Erforscher einschließlich Abel Tasman, der 1642 Neuseeland erreichte, oder Kapitän James Cook, dessen erster Besuch 1769 stattfand, beschrieben Begegnungen mit Māori. Diese frühen Berichte beschreiben die Māori als ein grimmiges und kämpferisches Kriegervolk. Kämpferische Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen waren in dieser Zeit häufig, und die Besiegten wurden manchmal versklavt oder verzehrt.

Ab den 1780ern trafen dann Māori auf europäische Robben- und Walfänger: manche heuerten gar auf diesen Schiffen an. Zunehmenden Einfluss auf die Māori hatten zu der Zeit auch Flüchtlinge aus den australischen Strafkolonien.

Um 1830 wurde die Anzahl der Pākehā, also der Europäer in Neuseeland auf zirka 2.000 geschätzt. Der Status der Neuankömmlinge zu dieser Zeit variierte von Sklaven bis zu hochrangigen Beratern, von Gefängnisinsassen bis hin zu jenen, die der europäischen Kultur freiwillig den Rücken kehrten und sich als Māori identifizierten. Letztere waren an der Zahl nicht unbeträchtlich und wurden als Pākehā Māori[5] bezeichnet. Sie waren bei den Māori durchaus geschätzt für ihr Wissen und ihre handwerklichen Fähigkeiten, aber auch im Waffenbau. Frederick Edward Maning,[6] ein früher Siedler, schrieb zwei lebhafte Bücher über das Leben der Siedler und der Pākehā Māori, die heute als Klassiker der neuseeländischen Literatur gelten, wenn sie auch an historischer Detailgenauigkeit nicht gemessen werden können.

Mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C4%81ori#Geschichte



ein Grüssle aus dem finsteren Schwarzwald sendet



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