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 Aborigines
Klarabella Offline

Administrator (Master of Desaster)
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06.01.2010 23:50
Die Geschichte und Herkunft der Ureinwohner Australiens antworten

Lt Wikipedia

Herkunft

Karte mit SahulMitochondriale DNA-Vergleiche (mtDNA) lassen darauf schließen, dass Aborigines Nachfahren von Menschen einer der ersten Emigrations-Wellen aus Afrika sind und ihre Vorfahren Afrika vor 100.000 bis 130.000 Jahren verlassen haben, um sich dann entlang der Küste Südostasiens bis nach Australien auszubreiten. Australien war zu dieser Zeit Teil des Kontinents Sahul und mit Neuguinea über eine Landbrücke verbunden. Eine Landbrücke zum asiatischen Festland besteht jedoch seit ca. 70 Mio. Jahren nicht mehr, so dass eine Besiedlung Groß-Australiens nicht ohne Überwindung des Wallacea-Meeres möglich gewesen wäre. Da dies nicht schwimmend möglich gewesen wäre und die Erfindung seetauglicher Boote für die Zeit vor mehr als 60.000 Jahren als sehr unwahrscheinlich gilt, wird eine sehr frühe Besiedlung Australiens überwiegend abgelehnt. Einige gehen gleichwohl von einer ersten, sehr frühen Einwanderungswelle von Menschen aus, die wegen der Toba-Katastrophe Menschen vor etwa 75.000 Jahren fast vollständig ausgestorben seien, weswegen eine engere genetische Verwandtschaft von Aborigines nur noch mit den Papua-Völkern in den Bergen Neuguineas[14] und einigen indischen Volksgruppen wie den Veddas besteht,[15] wohingegen der Rest Asiens von einer zweiten Auswanderungswelle aus Afrika wieder besiedelt wurde.

Vor-Geschichte

Giles West Camp, South Australia 1903Das genaue Datum der Ankunft in Australien ist unter Archäologen stark umstritten. Am häufigsten wird ein Zeitraum zwischen 40.000 und 50.000 v. Chr. genannt. Das etwas präzisere Datum von 48.000 v. Chr. basiert auf Siedlungen in Nordaustralien, die mit Hilfe von Thermolumineszenz datiert wurden. Bei vielen anderen Fundstätten wurden durch Radiokohlenstoffdatierung Daten um 38.000 v. Chr. gemessen, was bei einigen Forschern zu Zweifeln an der Qualität und Genauigkeit der Thermolumineszenz-Methode geführt hat, zumal bei einem Test die Errichtung der Siedlung Jinmium im Northern Territory auf 200.000 v. Chr. bestimmt wurde. Der Mungo Man, dessen Überreste 1974 in der Nähe des Lake Mungo in New South Wales gefunden wurden, ist der älteste bisher gefundene Mensch in Australien. Auch wenn sein exaktes Alter umstritten ist, geht man von etwa 40.000 Jahren aus. Nahebei wurde Mungo Lady aus dem gleichen Zeitraum gefunden; bei ihr lässt sich ein komplexes Feuerbestattungs-Ritual nachweisen. Steinwerkzeuge, die am See gefunden wurden, konnten auf ein Alter von 50.000 Jahren bestimmt werden. Da sich der Lake Mungo im Südosten Australiens befindet, gehen viele Archäologen davon aus, dass die ersten Menschen einige tausend Jahre früher in Nordwest-Australien angekommen sein müssen.

Während Mungo Man wegen seiner Schädelform und seiner Größe als graziler Mensch eingestuft wurde, gab es in Kow Swamp (Victoria) Funde von menschlichen Überresten, die als robust eingeordnet und auf ein Alter von etwa 15.000 Jahren geschätzt werden. Zu dieser Zeit währte das letzte Maximum der jetzigen Eiszeit. Die unterschiedlichen Anatomien wurden herangezogen, um Theorien über zwei oder drei Immigrationswellen nach Australien zu untermauern. Es gibt aber keine systematischen Unterschiede in der mtDNA zwischen diesen Skeletttypen, weswegen wieder eher von einer einzigen Immigrationswelle ausgegangen wird. Unterschiede im Aussehen werden nun als evolutionäre Anpassungen an die klimatisch kälteren Bedingungen durch Selektion sowie Genfluss erklärt. [16] Die heutigen Aborigines ähneln mittlerweile wieder eher der grazilen Form der Menschen.

Auch wenn es keine weiteren Immigrationswellen nach Australien gab, hat es immer wieder Kontakte zur Außenwelt gegeben: So ist zum Beispiel der Dingo vor etwa 4000 Jahren nach Australien wahrscheinlich von Timor oder über Neuguinea mit Seefahrern nach Australien gekommen.[17] Aus Makassar kamen möglicherweise seit dem 16. Jahrhundert, sicher ab etwa 1700, jedes Jahr zur Regenzeit Sammler von Seegurken für mehrere Wochen an die Nordküste und insbesondere ins Arnhemland, wo dieser Aufenthalt die Kultur der Yolngu beeinflusste.[18] Der erste Europäer, der auf Aborigines traf, war Willem Jansz, der 1606 die Westküste Australiens betrat. Danach folgte eine ganze Reihe weiterer Entdecker.

Dagegen lebten die Tasmanier seit dem Ende der Eiszeit seit etwa 12.000 Jahren isoliert von den Aborigines des Festlandes. Mit steigendem Wasserpegel entstand die 250 km weite Bass-Straße, die Tasmanien vom Festland trennte.

Die Aborigines lebten durch alle Klimaveränderungen hindurch und passten sich erfolgreich der wechselnden Umwelt an. Es gibt große Debatten darüber, inwieweit sie ihre Umwelt selbst verändert haben. Eine Diskussion dreht sich um die Rolle der Aborigines bei der Ausrottung der Megafauna der Beuteltiere. Manche schreiben dies dem Klimawechsel zu, andere glauben, dass die Tiere aufgrund ihrer Langsamkeit einfache Beute waren. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass das Aussterben durch menschliche Veränderungen an der Umwelt, vor allem durch Feuer, indirekt verursacht wurde.

Es gibt Beweise für eine substantielle Änderung innerhalb der indigenen australischen Kultur im Laufe der Zeit. Felsmalereien an verschiedenen Plätzen in Nordaustralien zeigen deutlich verschiedene Stile, die sich mit verschiedenen historischen Perioden verknüpfen lassen. Einige dieser Felsmalereien haben nahegelegt, dass zum Beispiel die letzte große Eiszeit vor 20.000 Jahren mit einer kontinentalen Trockenheit und einer Verbreitung von Sanddünen mit gesunkener Aktivität und größerer Spezialisierung bei der Benutzung von Materialien und Nahrungsmitteln bei den Aborigines einherging.

mehr :
http://de.wikipedia.org/wiki/Aborigines



ein Grüssle aus dem finsteren Schwarzwald sendet



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Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert

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