Rosamunde Pilcher schreibt seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr. Nach dem Schulabschluss trat die Tochter eines Marineoffiziers 1942 während des Zweiten Weltkrieges dem freiwilligen Dienst des Women's Royal Naval Service bei. Daneben arbeitete sie auch als Sekretärin im Außenministerium. 1943 wurde sie nach Indien berufen, wo sie sich bis Kriegsende aufhielt.
1946 heiratete die Autorin den Textilunternehmer Graham Pilcher und zog mit ihm nach Dundee in Schottland, wo sie seither wohnt. Neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter von vier Kindern (unter anderem Robin Pilcher) begann sie Ende der 1940er Jahre unter dem Pseudonym Jane Fraser Kurzgeschichten und Liebesgeschichten für Frauenmagazine zu schreiben – nach eigener Angabe dabei am Küchentisch sitzend, weil es im Haus keinen Platz für einen eigenen Schreibtisch gab. Der Durchbruch als kommerziell erfolgreiche Romanautorin kam jedoch erst 1987 mit der Familiensaga The Shell Seekers (1990 auf deutsch als Die Muschelsucher). Seither haben ihre Romane sie zu einer der erfolgreichsten Autorinnen der Gegenwart gemacht.
Sie schreibe keine große Literatur: „Nennen Sie es Kitsch. Das berührt mich nicht. Ich glaube dennoch, dass ich einen guten Stil habe.“
2002 wurde Pilcher der Titel eines Officer of the Order of the British Empire verliehen.
In einem gemieteten Wohnwagen begann King, seinen Roman „Carrie“ zu schreiben. Wie King in „Das Leben und das Schreiben“ verriet, hielt er das „Carrie“-Manuskript beim Durchlesen für schlecht und beförderte es in den Mülleimer. Seine Frau fand es dort, fischte es heraus und spornte King dazu an, den Roman zu vollenden. King tat dies, und 1973 akzeptierte der Verlag „Doubleday“ den Roman. Kurz darauf erwarb die New American Library die Taschenbuchrechte für die Rekordsumme von 400.000 Dollar. Durch dieses Ereignis und durch die erfolgreiche Verfilmung des Buches wurde King schlagartig bekannt. Überschüttet von Geld und Ruhm entschloss er sich, den Beruf des Lehrers aufzugeben und sich ganz dem Schreiben zu widmen. Wenig später erschien sein Buch „The Shining“, das ebenfalls ein Bestseller wurde.
In den folgenden Jahren veröffentlichte King viele Romane und Kurzgeschichtensammlungen mit immensem kommerziellen Erfolg. Viele seiner Romane wurden verfilmt, zum Beispiel 1976 „Carrie - Des Satans jüngste Tochter“ von Brian de Palma und 1980 „Shining“ von Stanley Kubrick.
Pseudonym Richard Bachman [Bearbeiten]Unter seinem Pseudonym „Richard Bachman“ veröffentlichte Stephen King bislang sechs Romane: „Amok“, „Todesmarsch“, „Menschenjagd“ (verfilmt mit Arnold Schwarzenegger unter dem Originaltitel „The Running Man“), „Der Fluch“ (ebenfalls verfilmt unter dem Originaltitel „Thinner“ von Tom Holland, welcher bereits bei „Langoliers“ Regie führte), „Sprengstoff“ und „Regulator“. 2007 erschien der siebte Roman „Qual“.
Er veröffentlichte die Bücher anfangs unter dem Pseudonym, um den Markt nach den Erfolgen von „Carrie“, „Brennen muß Salem“ und „The Shining“ nicht mit King-Büchern zu überschwemmen und um zu sehen, ob seine Texte wegen des Namens auf dem Umschlag oder wegen ihrer Qualität gekauft werden. Die Werke unter seinem Pseudonym waren kommerziell erfolgreich; nachdem jedoch bekannt wurde, dass King verantwortlich für diese Werke zeichnet, explodierten auch hier die Verkaufszahlen.
Der Buchhändler Stephen Brown hatte sich nach der Lektüre des fünften Bachman-Romans „Der Fluch“ die vier vorangegangenen Bachman-Bücher genauer angesehen. Auf ein Versehen des NAL-Verlages ist es zurückzuführen, dass er in den Urheberrechtsunterlagen zu „Amok“ auf den Namen „Stephen King“ stößt. Die übrigen Romane waren alle auf den Namen „Richard Bachman“ eingetragen worden.
Am 9. Februar 1985 veröffentlicht die Tageszeitung „Bangor Daily News“ die Nachricht unter der Schlagzeile: „Fünf King-Romane durch ein Pseudonym zum Mysterium gemacht“. Bereits kurze Zeit später finden sich alle Bachman-Bücher in den Bestsellerlisten wieder. Allein bei dem Roman „Der Fluch“, der mit einer Auflage von 28.000 Stück kommerziell durchaus erfolgreich war, verzehnfachte sich die Auflage (280.000 verkaufte Exemplare).
Nachdem bekannt war, wer sich hinter dem Pseudonym versteckte, ließ King Richard Bachman öffentlichkeitswirksam an „Pseudonymkrebs“ sterben. 1996 lässt Stephen King „Richard Bachman“ jedoch überraschend wieder aufleben und veröffentlicht zwei Romane über das Monster „TAK“ aus verschiedenen Sichten. Die Stephen-King-Version des Romans erscheint unter dem Titel „Desperation“, die Bachman-Version – im Vorwort wird angemerkt, bei dem Roman handele es sich um ein verschollenes Manuskript, das die „Witwe“ Bachmans in dessen Nachlass gefunden habe – unter dem Titel „Regulator“. Wie bereits bei „The Green Mile“ wurde King vorgeworfen, durch die Art der Veröffentlichung mehr Geld verdienen zu wollen.
Es gelang King, mit „Regulator“ an den sprachlichen Stil seiner ersten vier Bachman-Romane anzuknüpfen, die allesamt vor „Carrie“ geschrieben wurden und sich sprachlich erheblich von dem Stil der späteren King-Werke unterschieden. Nach der Enttarnung des Pseudonyms wurden diese vier Romane auf Druck der amerikanischen Öffentlichkeit als Sammelband unter dem Originaltitel „Stephen King: The Bachman Books: Four Early Novels“ noch im Jahre 1985 veröffentlicht.
Stephen King hat im dritten Roman des Castle-Rock-Zyklus, „Stark – The Dark Half“, die Aufdeckung seines eigenen Pseudonyms thematisiert und den Roman stark autobiographisch eingefärbt. Genau wie King ergeht es dem Schriftsteller Thaddeus Beaumont in dem Roman (kommerzieller Erfolg durch Enttarnung des Pseudonyms) – im Roman haben jedoch Pseudonym und Schriftsteller die Rollen getauscht.
Pseudonym John Swithen [Bearbeiten]Das Pseudonym „John Swithen“ hat King nur ein einziges Mal verwendet, und zwar für die Veröffentlichung der Kurzgeschichte „Das fünfte Viertel“ im April 1972 im US-Männermagazin „Cavalier“. Jahre später wurde die Geschichte unter Kings richtigem Namen in der Kurzgeschichtensammlung „Albträume“ wiederveröffentlicht und in der Reihe Nightmares & Dreamscapes: From the Stories of Stephen King verfilmt.
Zusammenarbeit mit Peter Straub [Bearbeiten]Zusammen mit Peter Straub schrieb Stephen King das 1984 veröffentlichte Buch „Der Talisman“. Steven Spielberg hat sich für das Buch, in dem der Protagonist eine Reise durch ganz Amerika und durch eine Parallelwelt antreten muss, um einen Talisman zu finden, die Verfilmungsrechte für seine Produktionsfirma „DreamWorks“ gesichert. 2001 wurde die Fortsetzung des „Talismans“ unter dem Titel „Das Schwarze Haus“ veröffentlicht
Biographie [Bearbeiten]Wolfgang Hohlbein wurde am 15. August 1953 in Weimar geboren, wuchs jedoch in Krefeld in Nordrhein-Westfalen auf. Bereits als Jugendlicher begann er, fantastische Geschichten zu schreiben. Nach der Schulzeit machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und arbeitete daraufhin als Operator und Industriekaufmann.
Ernsthaft zu schreiben begann er aus Langeweile bei einer Anstellung als Nachtwächter. Nach eigener Aussage wurde diese Leidenschaft durch die Romane von Karl May ausgelöst. Anfangs schrieb er Kurzgeschichten, danach Horrorromane und Wildwestromane. Er veröffentlichte seine Werke unter zahlreichen Pseudonymen.
1974 heiratete er Heike Hohlbein, mit der er heute sechs Kinder hat und in Neuss lebt.
1982 erfuhr er vom Wettbewerb des Ueberreuter-Verlags für Fantastik und Science-Fiction. Er sandte das 395-seitige Manuskript zum Fantasy-Roman Märchenmond ein, das der Fantasie seiner Frau entsprungen war. Sie schrieben dieses Manuskript gemeinsam und gewannen den ersten Preis. Märchenmond wurde noch mehrfach mit Publikumspreisen ausgezeichnet, wie dem „Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar“ und dem „Preis der Leseratten.“ 1984 nahm es die Jugendzeitschrift „Der bunte Hund“ in ihre Empfehlungsliste auf.
Märchenmond wurde national und international ein großer Erfolg und verhalf Wolfgang Hohlbein zum Durchbruch als Schriftsteller. Seitdem hat er, oft in Zusammenarbeit mit seiner Frau, mehr als 200 Bücher veröffentlicht und gilt als der meistgelesene deutschsprachige Fantasy- und Science-Fiction-Autor. Auch unterstützt er andere Schriftsteller wie im Jahr 1994 Bernhard Hennen bei seiner Trilogie „Das Jahr des Greifen“: Der Sturm / Die Entdeckung / Die Amazone. 2004 erschien mit Am Abgrund aus der Reihe Die Chronik der Unsterblichen erstmals eine Comic-Adaption eines Hohlbein-Romans. Märchenmond wurde 2006 als erstes seiner Bücher in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.
Leben Schröder wuchs in Ostberlin auf. Kurz vor dem Bau der Berliner Mauer floh er mit seiner Familie in den Westen, wo er dann zunächst ein Jahr Lagerleben führte, sich kurz in Dortmund aufhielt und dann etwa zwölf Jahre in Düsseldorf lebte. Dort studierte er und erhielt eine Operngesangsausbildung. Auf Wunsch des Vaters begann er dann einen akademischen Beruf zu erlernen.
Nach zwei Jahren bei der Bundeswehr arbeitete er ein halbes Jahr bei einer Düsseldorfer Tageszeitung. Danach begann er ein Jurastudium in Köln. Währenddessen schrieb er weiter Artikel und erste Romane. Nebenbei studierte er noch Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. 1976 kaufte der Franz Schneider Verlag sein erstes Jugendbuch "In die Falle gelaufen". Daraufhin brach Schröder sein Studium nach dem siebten Semester ab.
In den ersten Jahren verfasste er vor allem kleinere Texte und Artikel für Zeitungen und den WDR, veröffentlichte aber auch einige Romane im Franz Schneider Verlag, bei Stalling und im Heyne-Verlag. 1977 folgte sein Debüt als Theaterautor. 9 Monate arbeitete er aus Interesse als Lektor und anschließend als freier Schriftsteller.
Schröder reist und sammelt dabei Informationen für seine Abenteuerromane. Er lebt mit seiner Ehefrau Helga abwechselnd in Palm Coast/Florida und im Bergischen Land.
Schröder schreibt vorwiegend Abenteuerromane. Oft spielen seine Romane im Zeitraum von 1100 bis 1600 (beispielsweise "Das Geheimnis des Kartenmachers", "Das Vermächtnis des alten Pilgers" oder "Das Kloster der Ketzer"). Eine Ausnahme bilden die Bücher in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, wie "Die lange Reise des Jakob Stern".
Bücher Der geheime Auftrag des Jona von Judäa Die lange Reise des Jakob Stern Die geteilten Brüggemans Das Kloster der Ketzer Die Irrfahrten des David Cooper Die Lagune der Galeeren Becky Brown- Versprich, nach mir zu suchen! Unter Schatzsuchern, Goldgräbern und Alligatoren Kommissar Klicker (10 Bände) Das geheime Wissen des Alchimisten Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser Die wundersame Weltreise des Jonathan Blum Das verschwundene Testament der Alice Shadwell Felix Faber (2 Bände) Das Geheimnis der weißen Mönche Der Schatz der Santa Maravilla Das Vermächtnis des alten Pilgers Die Falken-Saga (4 Bände) Abby Lynn (4 Bände) Das Geheimnis des Kartenmachers Der Sohn des Muschelhändlers Jäger des weißen Goldes Rotes Kap der Abenteuer Privatdetektiv Mike McCoy (3 Bände) Dschingis Khan Sir Francis Drake Insel der Gefahren Goldrausch in Kalifornien Unheimliche Gegner der vierten Art - Kampf im UFO Unheimliche Gegner der fünften Art - Das Andromeda-Rätsel Unheimliche Gegner der sechsten Art - Die Sternenfalle Die letzte Fahrt des Captain Kidd Land des Feuers, Land der Sehnsucht Das unsichtbare Siegel Entdecker, Forscher, Abenteurer Die Bruderschaft vom Heiligen Gral, Der Fall von Akkon Die Bruderschaft vom Heiligen Gral, Das Amulett der Wüstenkrieger Die Bruderschaft vom Heiligen Gral, Das Labyrinth der Schwarzen Abtei - Juli 2007
Pseudonym Ashley Carrington Unter dem Jacarandabaum Die Rose von Kimberley Küste der Verheißung Verlockendes Land Blut und Diamanten Der Sohn des Muschelhändlers Hickory Hill Fluß der Träume Die Herren der Küste Jessica oder Die Irrwege der Liebe Jessica oder Alles Glück hat seinen Preis Jessica oder Die Liebe endet nie Jessica, oder Das Ziel aller Sehnsucht Belmont Park Die Gefangene der Sonneninsel und andere Geschichten Jahreszeiten der Liebe
Patricia Shaw (* 1929 in Melbourne, Australien) ist eine australische Sachbuch-und Romanautorin und lebt heute in Queensland an der Goldküste Australiens.
Patricia Shaw studierte Geschichte und schrieb als Assistenten des Gouverneurs von Queensland Reportagen und Kurzgeschichten. Seit 1983 leitet sie die Abteilung für "Oral History" in der Parlamentsbibliothek und schrieb zwei Sachbücher über die Besiedlung Australiens.
Erst mit 52 Jahren entschied sie sich, Romane zu schreiben. Unter ihren zahlreiche Romanen, die meist Familiensagas aus der Zeit der Besiedling des australischen Hinterlandes sind und die ihr den Titel "Chronistin Australiens" einbrachten, befinden sich die internationalen Beststeller "River of the Sun" (1991, dt. Sonnenfeuer) und "The Opal Seekers" (1996, dt. Brennender Traum).
Patricia Shaw ist auch eine engagierte Tierschützerin und setzt sich besonders für die einheimischen Vögel ein.
Leben [Bearbeiten]Terry Pratchett veröffentlichte sein erstes Werk mit 13 Jahren. Es war die Kurzgeschichte „The Hades Business“, die erst in der Schülerzeitung und später im Science Fantasy Magazine veröffentlicht wurde.
Terry Pratchett (Niederlande, April 2005)Nachdem er 1965 von der Schule abgegangen war, begann Pratchett im selben Jahr eine Ausbildung zum Journalisten bei einer Lokalzeitung. Während seiner Tätigkeit als Journalist erwähnte er bei einem Interview mit Peter Bander van Duren, einem Leiter eines kleinen Verlages, dass er ebenfalls einen Roman geschrieben habe: „Die Teppichvölker“. Pratchett ist seit 1968 mit Lyn Marian Purves verheiratet; ihre Tochter Rhianna (* 1976) ist ebenfalls als Autorin tätig.
1980 wurde Pratchett Pressesprecher des Central Electricity Generating Board (CEGB). (Das CEGB war ein staatlicher Betrieb in Großbritannien, der die Aufteilung der Stromproduktion auf verschiedene Erzeugungsmethoden regelte.) Als klar wurde, dass er von seinen Büchern leben konnte, beendete Pratchett 1987 seinen Job bei CEGB. Damit stieg sein Output signifikant auf zwei Romane pro Jahr an. 2003 war er nach Joanne K. Rowling der erfolgreichste Autor Großbritanniens.
Neben seinem sehr eigenen Schreibstil zeichnen sich Pratchetts Bücher durch Unmengen an Fußnoten aus. Die niederländische Übersetzung von „Good Omens“ beginnt mit einem ironischen Vorwort des Übersetzers, in dem er versichert, keine zusätzlichen Fußnoten eingebaut zu haben, um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen – ergänzt um Fußnoten zur Klärung von Omen und Crowley.
Pratchett hat ein ausgeprägtes Interesse an Orang-Utans. Dieses beschränkt sich nicht nur auf die auffallende Figur des Bibliothekars seiner Scheibenwelt-Romane, einer seiner populärsten Charaktere. Er arbeitete auch für die Orang-Utan Foundation, etwa in Form eines Besuchs auf Borneo mit einer Channel-4-Filmcrew, um eine Episode von „Jungle Quest“ zu drehen, die Orang-Utans in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Dem guten Beispiel Pratchetts folgend, haben Fan-Events wie die Scheibenwelt-Convention die Orang-Utan-Foundation zu ihrem Anliegen erklärt. Wenn Pratchett so eine Convention besucht, findet stets eine Auktion statt, bei der Fans die Nennung ihres Namens im nächsten Scheibenweltroman ersteigern können. Alle Erlöse gehen direkt an die Orang-Utan-Foundation.
Pratchetts Bücher finden ein für dieses Genre eher unübliches Echo. Eine Sammlung von Essays über sein Werk findet sich in dem Buch „Terry Pratchett: Guilty of Literature?“, herausgegeben von Andrew M. Butler, Edward James und Farah Mendlesohn; eine deutsche Studie, „The Turtle Moves!“ von Johannes Rüster, befasst sich mit kosmologischen und theologischen Fragen in den Scheibenweltromanen. Zwei weitere Bücher sind erwähnenswert, die beide von David Langford zusammengestellt wurden, nämlich „The Unseen University Challenge“ und „The Wyrdest Link“.
Im Dezember 2007 gab Pratchett bekannt, dass bei ihm eine sehr seltene, früh beginnende Form der Alzheimer-Krankheit diagnostiziert wurde.[1] Über die Krankheit sprach Pratchett am 13. März 2008 in einem Interview in der BBC-Radio-Sendung Today Programme. Nach eigener Aussage hat er seinen Führerschein abgegeben und Schwierigkeiten beim Maschinenschreiben. Pratchett spendete eine Million Dollar an den Alzheimer Research Trust und kritisierte, dass für die Erforschung von Demenzerkrankungen zu wenige Mittel bereitgestellt werden. "Ich würde den Hintern eines toten Maulwurfs essen, wenn mir damit geholfen wäre", sagte er
Leben [Bearbeiten]Virginia Cleo Andrews wuchs mit ihren zwei Geschwistern in Portsmouth und Rochester auf. Bereits im Alter von 15 Jahren gewann sie für eine literarische Parodie ein Zweijahres-Stipendium für Literatur. Im späten Teenageralter zog sie sich einen Beinbruch am linken Bein zu, der sie behinderte und zeitweise an den Rollstuhl fesselte.
Nachdem ihr Vater in den 1960er Jahren verstarb, zog die restliche Familie um. In Manchester begann Virginia professionell zu schreiben. Bis zu ihrem Durchbruch schrieb sie etliche Romane und Kurzgeschichten. 1972 wurde ihr erstes Werk "The Gods of the Green Mountain" fertig, aber nie veröffentlicht. Im Jahre 1979 wurde ihr Werk "Flower in the Attic" in den USA veröffentlicht.
Mit ihren Familiensagas erreichte Virginia in den 1980er Jahren Weltruhm. V.C. Andrews verstarb am 19. Dezember 1986 im Alter von 63 Jahren.
Die Inhalte [Bearbeiten]In den meist fünfteiligen Geschichten geht es meist um Familiensagen, wobei zu Anfang nicht unbedingt abzusehen ist, ob es tatsächlich mehrere Bände werden. „Blumen der Nacht“ wurde als Trilogie angekündigt, tatsächlich wurden aber fünf Bände verfasst.
Leitfaden der Romane sind in der Regel Familiendramen, basierend auf Lug und Betrug innerhalb dieser Familien, bis hin zu inzestuösen Beziehungen unter Geschwistern oder nahen Verwandten. Die sich hieraus ergebenden Verstrickungen werden in den Romanen in einer Art und Weise dargestellt, die Spannung erzeugen und die Erwartung auf die Fortsetzung steigern.
Dean Koontz wurde am 9. Juli 1945 als Sohn von Ray und Florence (Molly) geboren. Im Alter von 20 Jahren (1965) gewann er bei einem Schreib-Wettbewerb einer Zeitung seinen ersten Preis. Im selben Jahr verkaufte er zum ersten Mal eine Kurzgeschichte an einen professionellen Verlag. Die Geschichte trug den Titel Kätzchen und sollte der einzige Verkauf während seiner College-Zeit bleiben. Bereits 1966 heiratete er seine Frau Gerda.
Stil [Bearbeiten]Dean Koontz ist ausgesprochen vielseitig. Manchmal sind seine Bücher Science Fiction, manchmal eher Horror, Thriller oder auch Fantasy und nicht selten eine Mischung daraus. Als sein erster Erfolg (Flüstern in der Nacht) in weiten Kreisen einfach nur als Horror abgestempelt wurde, war Koontz enttäuscht und konnte es nicht verstehen – denn dem Buch fehlen viele horrortypische Eigenschaften. So beinhaltet es beispielsweise überhaupt keine übernatürlichen Elemente und ist auch nicht sonderlich blutig.
Koontz wichtigster Grundsatz: während der Grafiker das Buch so gestalten muss, dass es der Käufer in die Hand nimmt, ist es seine Aufgabe als Autor, den Leser gleich mit dem allerersten Satz so an das Buch zu fesseln, dass er es nicht mehr weglegen will. Das steht ganz im Gegensatz zum Schreibstil von Stephen King, der in seinen Büchern die Spannung ganz langsam und subtil aufbaut und viel Zeit dafür aufwendet, den Charakter eines Menschen eingehend zu beleuchten. Das typische Koontz-Buch beginnt damit, dass er seinen Hauptcharakter vor eine auswegslose oder extreme Situation stellt. Tatsächlich impliziert meist schon der erste Satz, dass gleich etwas Aufregendes passieren wird.
Koontz-Bücher beinhalten außerordentlich viele Spannungselemente und gehen in der Handlung schnell voran. Koontz-Fans lieben das, während andere Leser die ausführliche und ausgiebige Beschreibung der Charaktere vermissen.
In vielen Koontz-Büchern hatte eine der Hauptfiguren eine schwere Kindheit und wurde von einem alkoholsüchtigen Elternteil missbraucht. Die meisten dieser Figuren haben dann aber trotzdem berufliche Karriere gemacht.
Pseudonyme [Bearbeiten]Die Verlage waren anfangs sicher, dass Koontz die Leser mit seinem Genre-Durcheinander verwirren würde. Darum wurde sein Kontingent an Pseudonymen massiv ausgebaut. Er schrieb als „Leigh Nichols“, „Brian Coffey“, „K. R. Dwyer“, „Deanna Dwyer“, „Owen West“ und „David Axton“. Unter jedem Namen sollte ein bestimmter Stil zusammengefasst werden. Da aber jedes einzelne Buch bereits viele Stile beinhaltete, wollte das nie recht gelingen. Sobald Koontz unter seinem richtigen Namen genug Erfolg hatte, warf er dieses Durcheinander über Bord und auch die Neuauflagen alter Romane wurden ab sofort unter Dean R. Koontz veröffentlicht
Eric Lawson Malpass (* 14. November 1910 in Derby; † 16. Oktober 1996) war ein englischer Schriftsteller.
Werke Shakespeare-Biografie Liebt ich am Himmel einen hellen Stern (engl. Originaltitel: Sweet Will, 1973) Unglücklich sind wir nicht allein (engl. Originaltitel: The Cleopatra Boy, 1974) Hör ich im Glockenschlag der Stunden Gang (engl. Originaltitel: A House of Women, 1975)
Gaylord-Romane Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung (engl. Originaltitel: Morning´s at seven, 1965) Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft (engl. Originaltitel: At the Height of the Moon, 1967) Fortinbras ist entwischt (engl. Originaltitel: Fortinbras has escaped, 1970) Lieber Frühling komm doch bald (engl. Originaltitel: The Long Long Dances, 1978) Schöne Zeit der jungen Liebe (engl. Originaltitel: Summer Awakening, 1978) Und doch singt die Amsel (engl. Originaltitel: Evensong, 1982) Wenn der Tiger schlafen geht (engl. Originaltitel: Pig-in-the-Middle, 1989)
Weitere Romane Beefy ist an allem schuld (engl. Originaltitel: Beefy Jones, 1957) Als Mutter streikte (engl. Originaltitel: Oh My Darling Daughter, 1970) Und der Wind bringt den Regen (engl. Originaltitel: The Wind Brings Up the Rain, 1978) Liebe blüht zu allen Zeiten (engl. Originaltitel: The Raising of Lazarus Pike, 1980) Lampenschein und Sternenlicht (engl. Originaltitel: The Lamplight and The Stars, 1985) Thomas Cranmer oder die Kraft der Schwäche (engl. Originaltitel: Of Human Frailty, 1986)
Alfred E. Johann (eigentlich Alfred Ernst Johann Wollschläger; * 3. September 1901 in Bromberg; † 8. Oktober 1996 in Oerrel bei Gifhorn) war deutscher Journalist und Reiseschriftsteller
Werk Vor dem Zweiten Weltkrieg [Bearbeiten]Mit 20 Dollar in den Wilden Westen 40.000 Kilometer (mit der Transsib nach Wladiwostok) Pelzjäger, Prärien und Präsidenten Generale, Geishas und Gedichte Kulis, Kapitäne und Kopfjäger Känguruhs, Kopra und Korallen Groß ist Afrika
Nach dem Zweiten Weltkrieg [Bearbeiten]Trilogie Der Wind der Freiheit: Schneesturm Weiße Sonne Steppenwind Heimat der Regenbogen. Insel am Rande der Welt (Irland) Große Weltreise Groß ist Afrika Der Mann, der sein Wort gab (1950) A la Indonesia Afrika gestern und heute Wo ich die Erde am schönsten fand Nach Kanada sollte man reisen Westwärts nach Oregon Trilogie Im Strom Ahornblatt Aus dem Dornbusch Südwest. Ein afrikanischer Traum
William „Bill“ McGuire Bryson (* 8. Dezember 1951 in Des Moines, Iowa) ist ein US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller. Bryson ist seit 2005 „Chancellor“ der renommierten britischen University of Durham, die ihm auch die Ehrendoktorwürde verlieh.
Werke Reiseliteratur The Palace Under the Alps and Over 200 Other Unusual, Unspoiled, and Infrequently Visited Spots in 16 European Countries (1985) The Lost Continent: Travels in Small Town America (dt. Straßen der Erinnerung) (1989) Neither Here nor There: Travels in Europe. 1993 (deutsch Streifzüge durch das Abendland: Europa für Anfänger und Fortgeschrittene. Goldmann, 2001, ISBN 344245073X Notes from a small Island (dt. Reif für die Insel) (1995) ISBN: 3442465966 A Walk in the Woods: Rediscovering America on the Appalachian Trail. 1997 (deutsch Picknick mit Bären. Goldmann, 1999, ISBN 3442443954 I'm a Stranger Here Myself (USA) / Notes From a Big Country (UK) (dt. Streiflichter aus Amerika) (1999) ISBN: 3442451248 In a Sunburned Country (USA) / Down Under (UK) (dt. Frühstück mit Kängurus) (2000) Bill Bryson's African Diary (dt. Mein Afrika-Tagebuch) (2003)
Literatur über Sprache The Mother Tongue: English and How it Got That Way (1989) Mother Tongue. The English Language.: The English Language (1991) Made in America: an Informal History of the English Language in the United States (1994) The Penguin Dictionary of Troublesome Words (1984), überarbeitete Ausgabe unter dem Titel Troublesome Words (1997)
Populärwissenschaftliche Literatur A Short History of Nearly Everything (dt. Eine kurze Geschichte von fast allem) (2003) Shakespeare: The World as a Stage (2007)
Autobiografie The Life and Times of the Thunderbolt Kid (dt. Mein Amerika) (2006)
John Michael Crichton [ˈkɹaɪtn̩] (* 23. Oktober 1942 in Chicago) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Er studierte am Harvard College (Abschluss, Bachelor of Arts B.A., 1964) und an der Harvard Medical School (Abschluss M.D., Doctor of Medicine, 1969) Nachfolgend war er als Dozent am Salk Institut in La Jolla, Kalifornien tätig. 1988 war er Gastautor am Massachusetts Institute of Technology.
Crichton begann schon als Student unter dem Pseudonym John Lange erste Romane zu veröffentlichen. Ein weiteres Pseudonym ist Jeffrey Hudson. Viele seiner Bücher wurden auch als Filme Kassenschlager, allen voran Jurassic Park.
Im Jahr 1999 gründete er das Computerspiel-Entwicklungsstudio Timeline Studios, um seine eigenen Spiele-Ideen zu verwirklichen. Aufgrund mangelnden Erfolgs des einzigen veröffentlichten Spiels, des Adventures Timeline (eine Umsetzung seines gleichnamigen Romans) wurde das Unternehmen jedoch bereits 2001 wieder geschlossen.
2002 wurde eine in China neu entdeckte Dinosaurierspezies zu Ehren Crichtons Crichtonsaurus getauft. Begründet wurde dies mit der Popularität, die die Dinosaurier durch Crichtons Roman Jurassic Park und den entsprechenden Film erlangt haben.
2004 kam sein umstrittener Roman Welt in Angst heraus. In ihm geht es um einen Ökoterroristen, der, um die Welt in Angst vor dem Klimawandel zu halten, ein künstliches Seebeben auslösen will. Der Roman kritisiert die nach Meinung des Autors ideologisierte Wissenschaft. Crichton hält die Thesen vom weltweiten Klimawandel für falsch. Wenn es überhaupt eine Erwärmung gebe, dann sei sie Teil eines natürlichen Zyklus, da sich die Erde seit der letzten Eiszeit erwärme.[1] Umweltschützer werfen ihm Missverständnis von Fakten und Fehlinformationen und die Leugnung der anthropogenen Ursachen der Klimaerwärmung vor. Auch die Aktualität des Themas durch das sich zufällig kurz nach Erscheinen des Romans ereignende Seebeben in Südasien trug zur Aufmerksamkeit bei. Obwohl ein fiktionales Werk, wurde ihm von der Ölindustrie-nahen "American Association of Petrol Geologists" ein Journalismus
Truman Capote (* 30. September 1924 in New Orleans; † 25. August 1984 in Los Angeles, geboren als Truman Streckfus Persons) war ein US-amerikanischer Schriftsteller.
Werke Other Voices, Other Rooms, Roman 1948 (dt. Andere Stimmen, andere Räume, Wien 1950) A Tree of Night, Erzählung 1949 (dt. Baum der Nacht, Wiesbaden 1957) Local Colour, 1950 (dt. Lokalkolorit, Wiesbaden 1960) The Grass Harp, Roman 1951 (dt. Die Grasharfe, Berlin 1952) Breakfast at Tiffany's, Roman 1958 (dt. Frühstück bei Tiffany, Wiesbaden 1959) The Muses are Heard, 1956 (dt. Die Musen sprechen. Mit Porgy and Bess in Russland, Wiesbaden 1961) Haus auf den Höhen. Ausgewählte Schriften. dt. Wiesbaden 1964 In Cold Blood, 1966 (dt. Kaltblütig, Wiesbaden 1966) Gesammelte Erzählungen. dt. Reinbek bei Hamburg 1970 The Thanksgiving Visitor, 1967 (dt. Chrysanthemen sind wie Löwen, Wiesbaden 1970) The Dogs Bark, Erzählungen 1973 (dt. Wenn die Hunde bellen, Wiesbaden 1974) A Christmas Memory, 1956 (dt. Eine Weihnachts-Erinnerung, Stein 1975) Kindergeschichten. dt. Wiesbaden 1976 Die Reise-Erzählungen. dt. Wiesbaden 1978 Music for Chameleons, Erzählungen 1980 (dt. Musik für Chamäleons, München 1981) Die Stimme aus der Wolke. Kurzprosa. dt. Berlin 1983 Eine Weihnacht. dt. München 1984 Ich bin schwul, ich bin süchtig, ich bin ein Genie. Ein intimes Gespräch mit Lawrence Grobel. dt. Zürich 1986 Answered Prayers, unvollendeter Roman 1987 (dt. Erhörte Gebete, Wiesbaden 1987) Das Geheimnis. dt. Frankfurt am Main 1990 Summer Crossing, unvollendeter Roman 2005 (Manuskript wurde 2004 aufgefunden, dt. Sommerdiebe, Zürich 2006, ISBN 3-0369-5157-1)
Ende des Jahres 2004 wurde in einem alten Pappkarton bei Sotheby's in New York ein vollständiges Manuskript abgegeben: Summer Crossing - Sommerdiebe. Es war Truman Capotes erster Roman, den er 1943, mit neunzehn Jahren, zu schreiben begonnen hat. Es handelt sich um die Geschichte der 17jährigen Grady, schön, reich und widerspenstig, ein Geschöpf der Upper East Side. Es beschreibt ein Mädchen mit der Klasse und dem Eigensinn jener Gefährtinnen, mit denen sich der junge Truman Capote selbst gerne umgab, Gloria Vanderbilt beispielsweise, Oona O'Neill, Tochter des berühmten Dramatikers Eugene O'Neill etc (aus „Sommerdiebe“, Kein und Aber-Verlag, editorische Notiz von Anuschka Roshani).
Ludwig Thoma (* 21. Januar 1867 in Oberammergau; † 26. August 1921 in Rottach am Tegernsee) war ein deutscher Schriftsteller, der durch seine ebenso realistischen wie satirischen Schilderungen des bayerischen Alltags und der politischen Geschehnisse seiner Zeit populär wurde.
Werke 1897 Agricola 1899 Die Witwen 1901 Die Lokalbahn 1901 Assessor Karlchen 1905 Lausbubengeschichten 1906 Andreas Vöst 1907 Tante Frieda 1907 Kleinstadtgeschichten 1909 Moral 1910 Erster Klasse 1911 Der Wittiber 1911 Lottchens Geburtstag 1911 Ein Münchner im Himmel 1912 Magdalena 1912 Jozef Filsers Briefwexel 1913 Die Sippe 1913 Das Säuglingsheim 1913 Nachbarsleute 1916 Die kleinen Verwandten 1916 Brautschau 1916 Dichters Ehrentag 1916 Das Kälbchen 1916 Der umgewendete Dichter 1916 Onkel Peppi 1916 Heimkehr 1916 Das Aquarium und anderes 1917 Heilige Nacht 1918 Altaich 1919 Münchnerinnen 1919 Erinnerungen 1921 Der Jagerloisl 1921 Der Ruepp 1921 Kaspar Lorinser (Fragment)
Leben Lena Christ wurde als außereheliches Kind der Köchin Magdalena Pichler geboren. Zur Vaterschaft bekannte sich der Schmiedgeselle und Geschäftsreisende Karl Christ aus Mönchsroth bei Dinkelsbühl. Lena wurde von der Stiefgroßmutter und Großtante Magdalena Pichler geb. Hauser aufgezogen. Später erinnert sie sich an diese Zeit als ihre glücklichste. In der Schule zeigte sie sich talentiert und aufgeweckt.
Als ihre Mutter Josef Isaak heiratete, holt sie das 7-jährige Mädchen nach München. In der elterlichen Gaststätte musste sie Schwerstarbeit leisten. Das Verhältnis zur Mutter war von einer Hassliebe und schweren Ausschreitungen geprägt. Sie wurde regelrecht ausgebeutet. Immer wieder suchte Lena deshalb bei ihrer Großmutter Zuflucht.
Nach Jahren harter Arbeit in der Gastwirtschaft entschloss sie sich 1898, als Kandidatin ins Kloster nach Ursberg zu gehen, trat allerdings nach anderthalb Jahren wieder aus und kehrte ins Elternhaus zurück.
1901 heiratete sie als 20-jährige den Buchhalter Anton Leix. Ein Jahr später bekam sie ihr erstes Kind, ihren Sohn Toni. 1903 und 1906 gebar sie ihre Töchter Leni und Alexandra. Außerdem erlitt sie mehrere Fehlgeburten. Ihr Ehemann fiel zunehmend wegen seiner Trunksucht und daraus resultierender finanzieller Schwierigkeiten auf. Nach acht Jahren trennte sich Lena von ihm, verließ ihn mit ihren Kindern und geriet dadurch in große Not. Um Geld zu verdienen, nahm sie Schreibarbeiten an und lernte so den Schriftsteller Peter Jerusalem (später auch als Peter Benedix bekannt) kennen, den sie 1912 heiratete. Dieser brachte sie auf die Idee, ihre persönlichen Erlebnisse niederzuschreiben.
Krankheit und Tod Lena Christ erkrankte an Tuberkulose. Bei Lesungen im Lazarett lernte sie einen jungen Sänger kennen, verliebte sich in ihn und verließ ihren Mann gegen Kriegsende. Sie geriet in wirtschaftliche Not und durch das Fälschen von Bildern in Konflikt mit dem Gesetz.
Von einer Gefängnisstrafe bedroht, fuhr sie am 30. Juni 1920 mit der Straßenbahn zum Münchner Waldfriedhof/Alter Teil (Grab Nr. 44-3-1). Dort traf sie ihren Exmann Peter Jerusalem, der ihr eine Dosis Zyankali überreichte. Lena Christ beging im Alter von 38 Jahren am Grab des Vaters ihres Geliebten Suizid.
Werke Gesammelte Werke. List-Verlag, 1997 ISBN 3-471-77244-8 Erinnerungen einer Überflüssigen. Albert Langen, München 1912 dtv, München 1999, ISBN 3-423-12657-4 Lausdirndlgeschichten. Martin Mörikes Verlag, 1913 2. Auflage, Ehrenwirth, München 1983, ISBN 3-431-02423-8 Mathias Bichler Albert Langen, München 1914 dtv, München 1989, ISBN 3-423-11035-X Unsere Bayern anno 14. Erster Teil. Albert Langen, München 1914 Unsere Bayern anno 14/15. Zweiter Teil. Albert Langen, München 1915 Unsere Bayern anno 14/15. Dritter Teil. Albert Langen, München 1915 Die Rumplhanni Albert Langen, München 1916 dtv, München 1988, ISBN 3-423-10904-1 Bauern Bayerische Geschichten. Paul List Verlag, Leipzig 1919 dtv, München 1990, ISBN 3-423-11169-0 Madam Bäuerin. Paul List Verlag, Leipzig 1920 dtv, München 1989, ISBN 3-423-11089-9 Liebesgeschichten. Buch u. Media, 2004, ISBN 3-865-20067-2
Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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