Ein Versuch, die AFB F60 Im Betrieb zu beobachten. Leider ist die Aufnahme verwackelt, sie ist "freihand" mit dem Fotoapparat im Videomodus entstanden.
Ein Bagger der AFB F60 "frißt" sich in die Landschaft. Man beachte den herrlichen Lausitzer "Karnickelsand", bestehend aus den verschiedensten Kiessorten, der diese kontinuierliche Abbautechnologie ermöglicht. Allerdings befinden sich Findlinge, die von den Nordländern (Schweden) mit der Eiszeit hierher transportiert wurden, im Deckgebirge. Diese müssen mit viel Aufwand (je nach Größe) entfernt werden. Früher, zu DDR-Zeiten wurden diese Steine gesprengt. Die neuen Eigentümer ( Rheinbraun Köln) und auch jetzt unter Vattenfall werden dies "Klamotten" sorgfältig geborgen, gesammelt und verkauft. Sehenswert ist ein auf Kippengelände gestalteter Findlingspark in Nochten. Hier sind Steine entsprechend ihrer Herkunft angeordnet und beschrieben. Für "Klamottenfuzzis" eine Wissensquelle der Geologie. (ein paar Bilder gibts noch in einer späteren Folge)
Auf diesem Bild sehen wir noch einmal in den Tagebau von der anderen Seite (Ostseite) hinein. Rechts ist die Abbauseite, links die Haldenseite (Kippenseite oder ausgekohlte Seite. Man erkennt schon die grobgeformte zukünftige hügelige Landschaft. Das schwarze "Band" ist der Kohleabbaubereich (Abteilung Grube) Im Hintergrund dampft das Kraftwerk Jänschwalde aus seinen Kühltürmen. Im Vordergrund auf der gesamten Bildbreite ist ein Abraumband zu erkennen, welches die Bodenmassen des Vorschnittbaggers zur Kippe transportiert. Dieser Sand (hier Kies) Der Vorschnitt mit einem Bagger wird immer dort eingerichtet, wo das Deckgebirge über den Kohleflöz mächtiger wird, als wie die drei Bagger an der Brücke mit ihren insgesamt 4 Arbeitsebenen abbaggern können. Im Vorfeld dieses Tagebaues befindet sich ein Berg, dessen Sandmassen willkommene Landschaftsgestaltungsmaterialien sind. Beim Abbau der Abraummassen werden die unterschiedlichen Bodenschichten auch wieder unterschiedlich verkippt. Ausnahme bilden die schlammigen Schichten, die grundsätzlich als letzte Schicht (also ganz "oben") geschüttet wird. Ansonsten kippt man hier Böden ab, die eine schnelle Ansiedlung von sog. Koloniepflanzen ermöglichen.
Blick auf die gekippte Fläche aus südöstlicher gesehen. Man sieht zwischen der Tagebaukante (rechts) und der geschütteten Brückenippe einen nicht aufgeschütteten "Graben" , einen sog. "Schlauch" der betriebsintern als Transportweg genutzt wird und später zum See geflutet wird.
Hier sieht man auf der linken Bildseite die geschüttete Brückenkippe, bestehend aus "totem" vegetationsfeindlichen weil saurer Boden und rechts die Bodenmassen vom Vorschnittbetrieb. Man sieht bereits erste angewachsene Gräser. Auf diesen vegetationsfreundlichen Boden gibt man gern ein asphalthaltiges, mit Spezialdünger versetztes Substrat auf. Man spart damit den den kostbaren Mutterboden ein, der in der Niederlausitzer Gegend mit riesigen Nadelwäldern ein. Auch beobachtet man auf die so behandelten Rekultivationsflächen ein schnelleres Pflanzenwachstum, welches die befürchteten Bodenerosionen verhindert.
An den Böschungen sieht man hier sehr gut die Erosionsrinnen, hervorgerufen durch Niederschläge und Tauwasser.
Um der Erosion Einhalt zu gebieten, werden die Böschungskanten mittels Planierraupen eingeebnet.
Beginn der "Urbarmachung" der Kippenlandschaft durch Einplanieren des Bodens und Einsähen von Grassorten, die auch mit wenig Feuchtigkeit auskommen können. Die Bäumchen sind durch Vögel hergeschleppt worden. (im Hintergrund das Abwurfband der AFB F60) Die Abbaurichtung ist auf dem Bild von rechts unten nach links oben. (nördliche Richtung) Für Interessierte: Die Entfernung vom Standort zur sichtbaren Konstruktion der Förderbrücke beträgt ca. 9 Km (Luftlinie), bis zum Waldrand am Horizont ca. 20 Km (um einen Eindruck der Weite eines Tagebaues zu bekommen)
Die"Liegewiese" eines künftigen Sees grob gestaltet. Diese Uferregion wird der Natur ohne menschliche Hilfe überlassen. Man schüttete lediglich rollige Böden auf, um ein sandiges Ufer zu erhalten.
Ein Versuchsfeld von mehren Hektar, auf dem verschiedene Gewächse gedeihen um die wiederstandsfähigsten Sorten herauszufinden und einzusetzen.
In dieser Folge soll gezeigt werden, wie durch Verwirklichung pfiffiger Ideen, aus einer trostlosen Hinterlassenschaft der Braunkohletagebaue gern besuchte Besuchermagnete entstehen können. Ein besonders bekanntes Beispiel ist der auf Kippengelände des Altbergbaues entstandene " Eurospeedway" bei Senftenberg, dem ehemaligen Zentrum des Braunkohlebergbaues. Hier werden seit einigen Jahren spektakuläre Rennsport- und Open Air-Veranstaltungen durchgeführt. (siehe auch "Eurospeedway Lausitz" bei Wikipeda)
Ein weiteres Beispiel stellt der "Götterhain" auf der rekultivierten Außenkippe des TGB Jänschwalde dar. Auf der ab 1974 angelegten Hochkippe ist nach Abschluß der Kipparbeiten mit der Rekultivierung begonnen. 2005 sah das Gelände so aus (siehe untenstehendes Bild):
Mit Hilfe der Entschädigungsgelder vom Konzern Vattenfall konnte die Gemeinde Teichland in der Nähe von Cottbus, daran gehen, dieses Gelände zum Erlebnispark umzugestalten. Ein Teil davon ist der gern besuchte "Götterhain". Auf der höchsten Ebene des "Berges" wurde der Hain gestaltet. Bestückt von übermannshohen Holzfiguren, die slavische Gottheiten darstellen. Eine Auswahl davon, mit mehrsprachigen Erläuterungen soll hier mal gezeigt werden:
So, wer sich bis hierher durchgelesen hat, hat gelernt, daß die slavischen Gottheiten cool und locker waren und gut in unsere jetzige materielle Welt gut reinpassen würden. Das sahen auch die einheimischen (noch lebenden Künstler so. Obwohl sie (zwei Brüder) tiefgläubig sind, haben sie viele Monate bei der Gestaltung dieser Heiden verbracht. Leider waren sie vom Pech verfolgt. Entweder lag es am Holz oder der "Herr" ganz oben hatte etwas gegen den Götzenkult, jedenfalls wiesen eines Tages alle Holzfiguren tiefe Risse auf. Der Schaden wurde im laufe dieses Jahres behoben und seitdem schauen sie selbstbewußt und freundlich über die durch den Braunkohletagenbau geschundene Landschaft.
Endlich kann ich auch einmal dem staunenden User die Arbeit der größten, beweglichen Maschine der Welt zeigen, die nur dafür konstruiert wurde, das Deckgebirge vom Braunkohlenflöz wegzuräumen. Die Geräusche sind original, die Vorschubsgeschwindigkeit beträgt ungefähr 5...6 Meter pro Minute. Hiervon arbeiten noch 5 Stück, die sechste ist als "Bergbaumuseum" zur Besichtigung freigegeben. (ohne die drei Bagger und dem dazugehörigen Zubringer.)
Am vergangenen Freitagnachmittag ist im Tagebau Jänschwalde eine Böschungsrutschung erfolgt. Kippenseitig sind auf 450 Metern Länge die Abraummassen in die Grube geglitten. Personenschäden sind nicht zu beklagen, die Kohleförderung wird am kommenden Montag wieder fortgesetzt. Die Rutschung erfolgte ca 6 Stunden nach der Aufnahme des folgenden Videos. (ich war aber nicht an die Rutschung schuld....)
Ich komme leider nicht auf die Seite Deines letzten links
Jajajaaaaaaa, das kann jeder behaupten - Du wirst schon wie ein Hase dort überall herumgehüpft sein mit Deiner Kamera und hast den Boden vibrieren lassen
Nee Bienchen, habe ich nicht, ich war ganz artig dicht an die steile Kante nach unten versteckt und gefilmt daß die Kamera qualmte. Wenn ich gewußt hätte, daß da noch etwas passiert, wäre ich dort geblieben. Gestern früh bin ich aber sofort hinausgefahren und habe ein paar Fotos gemacht. Unglücklicherweise oder auch dämlicher weise saß ich genau VOR der Überwachungskamera des Tagebaues. Da kam dann auch gleich jemand im Jeep angekachelt und komplementierte mich freundlich weg. Aber sonst sind die Jungs da ganz locker. Bei Betriebsfremden sind sie da nicht so großzügig.
Mit dem Video: Nimm mal den vorhergehenden Link, da kommst Du auf meine Seite, dann klickst Du den Tagebau an. Ansonsten frage mal Klarabella, sie hat es geschafft, das Video anzuschauen!
Flocky, bist du denn kein Betriebsfremder? Der letze Link läuft übrigens
____________________________________________________ Ob eine schwarze Katze Unglück bringt, hängt vor allem davon ab, ob man eine Maus oder ein Mensch ist.
Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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