Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

An unserem Tresen ist noch Platz, klemm Dich dazwischen +++ ein Treffpunkt für alle Altersklassen
Neuanmeldungen die sich nicht innerhalb von 14 Tagen an den Beiträgen beteiligen werden vom Admin wieder gelöscht
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 97 mal aufgerufen
 Geowissenschaften
NEFERTARI Offline

Moderator die Stimme aus der Grabkammer
Beiträge: 13.446
Punkte: 14.925


19.08.2009 07:34
Wie England zur Insel wurde antworten


Eine gewaltige Flutwelle hat vor einigen hunderttausend Jahren Großbritannien vom europäischen Festland getrennt. Das sagen britische Wissenschaftler, die am Boden des Ärmelkanals die Überreste eines riesigen Flusstals entdeckt haben, das ihrer Ansicht nach durch diese Flutwelle entstanden sein muss. Als sich das Tal schließlich mit Meerwasser füllte, wurde England endgültig zur Insel.

Von der Lage in Westeuropa vor etwa 450.000 Jahren zeichnen die Geowissenschaftler ein dramatisches Bild: Die Zungen riesiger Gletscher schoben sich von Skandinavien aus nach Süden und Südwesten und bedeckten nicht nur das heutige Dänemark, Teile Norddeutschlands, Englands und Irlands, sondern auch die gesamte Nordsee. Das Eis blockierte den Abfluss des Rheins und der Themse ins Meer. Nach Süden war dem Wasser der Weg in den Atlantik durch einen breiten Bergrücken aus Kreidefelsen versperrt, der sich etwa an der Stelle der heutigen Straße von Dover befand und England mit dem europäischen Kontinent fest verband.

So staute sich das Wasser zu einem riesigen See auf, der nahezu die gesamten heutigen Niederlande und Teile der südlichen Nordsee umfasste. Die ansteigenden Wassermassen ließen die Felsbarriere vor 425.000 bis 180.000 Jahren schließlich brechen, so dass sich eine gewaltige Flutwelle ihren Weg nach Südwesten in den Atlantik bahnte. Mehrere Monate lang, so schätzen die Forscher, durchströmten so jede Sekunde eine Milliarde Liter Wasser die Barriere und schufen so in kurzer Zeit ein gigantisches Flusstal. Diese Welle muss zu den gewaltigsten Fluten gehört haben, die sich auf der Erde jemals ereigneten, schreiben Studienleiter Sanjeev Gupta und seine Kollegen.

Der auf diese Weise entstehende Megastrom erhielt von südwestlich gelegenen Flüssen wie der Somme und der Seine noch weiteres Wasser und mündete in der Gegend der heutigen Bretagne in den Atlantik. Viele Jahrtausende lang war er für die frühen Menschen eine unüberwindliche Barriere, glaubt Gupta. Das könnte auch erklären, warum die menschliche Besiedlung Großbritanniens damals für etwa 120.000 Jahre ins Stocken geriet. Als nach dem Höhepunkt der Vergletscherung in der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren der Meeresspiegel um etwa hundert Meter anstieg, versank das Flusstal im Meer. Auf diese Weise entstand der Ärmelkanal, der seither England vom europäischen Kontinent trennt.


Sanjeev Gupta (Imperial College, London) et al.: Nature, Bd. 448, S. 342

gandalf Offline

Moderator darth vader
Beiträge: 4.564
Punkte: 4.564


08.02.2010 10:01
#2 RE: Wie England zur Insel wurde antworten

..Hm...ich finde der Strom hätte ruhig noch länger und stärker sein können und all die Inselaffe gleich mitnehmen können.......ach stimmt die gab es damals ja noch nicht...

 Sprung  
Stammgäste stellen sich vor


Disclaimer

Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert

Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen. Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Datenschutz

Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-Mails, vor.

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor