Seit 1964 wird der "Plastebomber", die Rennpappe" oder wie noch spöttisch bezeichnet, als damals sehr modernes Fahrzeug in Zwickau in Großserie hergestellt.
Der nach der Maueröffnung besonders von den Westberlinern naserümpfend als "Oststinker" bezeicneter Klein-PKW (siehe techn. Daten) ist ein Auto der Superlative:
# Der Trabbi wurde von 1964 bis 1990 ohne große Modelländerung gebaut. # Er war das erste funktionsfähige Straßenfahrzeug mit einer Duroplastkarosserie. # Er bereitete seine zukünftigen Besitzer eine 15 Jahre dauernde Vorfreude. # Der Trabant Kombi-Luxus kostete 9700 DDR-Mark. # Das Herstellerwerk pflegte Beziehungen zu 1200 Zulieferern. # Am Trabbi arbeiteten 10 500 Werktätige, die # alle 2.5 Minuten ein Fahrzeug fertig bekamen. # Die Produktionsfläche betrug 141 388 m³
Weitere Daten:
Der Trababt 601 besteht aus
# 4000 Einzelteilen # 220 verschiedene Blechteile # 4172 Schweißpunkte pro Fahrzeug # 21.8 Meter Schweißnaht, # 57 kg Vlies pro Fahrzeug werden benötigt # 2.3 m³ Glasfläche bei einer Gesamtoberfläche von 11.25 m³, # 4.5 kg Decklack wurde verspritzt, # 85 m Kabel wurden pro Auto verlegt. # Die Qualitätsendkontrolle bestand aus 15 verschiedenen Prüfungen, wobei # 425 qualitätsbestimmende Merkmale erfaßt wurden.
Techn. Daten des Trabant 601:
Motor: P 65/66 Ottomotor, 2 Zylinder quer zur Fahrzeuglängsachse, Zweitakt mit Einlassdrehschieber Hubraum: 594,5 cm³ Bohrung × Hub: 72 mm × 73 mm Leistung bei 1/min: : 19,1 KW (26 PS) bei 4200 Max. Drehmoment bei 1/min: 54 Nm bei 3000 Verdichtung: 7,6 Kühlung: Luftkühlung (Gebläse) Getriebe: Vierganggetriebe mit Lenkstockschaltung, Freilauf im vierten Gang Schmierung: Gemischschmierung im Verhältnis 1:50 Leergewicht: (Limousine) 615 kg Maße L × B × H: (Lim) : 3555 × 1505 × 1440 mm Höchstgeschwindigkeit: 111 km/h
Die obengenannten Aussagen begründen die Liebe eines jeden Trabbifans zu seinem "Baby". Sogar die Altbundesbürger entdecken immer mehr ihre Liebe zu dem Plastexoten. Das beweisen die jährlichen Treffen in Zwickau, in der sich die "Härtesten" der Trabbi'isten zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch treffen.
Hach, da werden Kindheitserinnerungen wach. Als wir damals in der DDR bei Familienfreunden in Urlub waren, bin ich immer gern im Trabant mitgefahren. Deren Kinder wollten nur im Passat Kombi meiner Eltern mitfahren. Also quasi ein Kindertausch. Bei anderen Familienfreunden wars kein Trabbi, sondern ein Moskwitsch. Heute gehört eine alte Bekannte von mir zu den Trabbi-Fans.
Und ja, der Trabant ist ein Kultauto und gehört zu den wenigen Autos, die über einen langen Zeitraum gebaut wurden.
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Ich habe auf dem Trabbi meine Fahrerlaubnis gemacht. Er war der Privatbesitz meines nebenberuflichen Fahrlehrers. Auf die Einladung zur Fahrschule wartete ich zwei Jahre. (war üblich in der DDR der 60iger Jahre) Das Schmuckstück war der Liebling dieses Mannes und er wurde gehegt und gepflegt wie ein kostbares Möbelstück. So vorsichtig bin ich dann auch gefahren! Eines Tages kreuzte eine schwarze Katze meinen Fahrweg. Aufmerksam und ängstlich hielt ich an und ließ erst ein nachfolgendes Fahrzeug über "die Spur". Ob ich abergläubisch bin, erkundigte sich mein Fahrlehrer, da ich anhielt. "Nöö, nicht gerade, aber sicher ist sicher, man weiß ja nie !!!" Und RUMMS; da saß ein LADA in unserem Kofferraum. Und was habe ich aus diesem Vorfall gelernt? Schuld war doch die schwarze Katze !!! Aber das Vorkommnis hatte Langzeitwirkung: Seit 1962 (bestandene Fahrprüfung) hatte ich nie wieder einen Unfall ! (aber Trabbifahren habe ich nie richtig gelernt!)
Zitat von Flocky(aber Trabbifahren habe ich nie richtig gelernt!)
Ach, das soll doch einfach sein: Mit Vollgas übers Kopfsteinpflaster
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Naja, Vollgas hat ja mein Prüfer bei der Prüfungsfahrt auch erwartet, als wir uns eine schon gelb (oder "hellrot") zeigende Ampel näherten, denn er fragte mich, warum ich denn anhalte, da die Motorradfahrer (war ich schon zwei Jahre lang), ja hier noch durchbrettern! Mein daneben sitzender Fahrlehrer schwitzte nun Blut und Wasser aus Sorge, ich würde was Falsches sagen. Naja, nachdem ich die Karre beim Anfahren zweimal abgewürgt hatte, antwortete ich diplomatisch: "Als Motorradfahrer habe ich das hin und wieder mal gemacht, wenn die Kreuzung frei war, da ich aber noch nie mit dem Trabbi zu dritt gefahren bin, weiß ich nicht, ob der Motor durchzieht !!!" Man grinste und übergab mir die Pappen, auf der die Tinte noch feucht war. Eine halbe Stunde später hätte ich bald einen verkehrsregelnden Polizisten (Weiße Maus)umgefahren. Bei uns wurde sofort nach dem Vergehen in eine beiliegende, farbige Stempelkarte gestempelt. Dieses Mal aber nicht, da sich der am Rand der Kreuzung bereitstehende Polizist sich nicht traute, einen frischgebackenen Kraftfahrer mit noch "warmer" Fahrerlaubnis abzustrafen. Ja, es gab auch noch Menschen unter den Polizisten.
Gern würde ich ein paar selbstgemachte Trabbifilmchen (Mpeg4) hier ins Forum stellen, doch wie macht man das? Kann mir da jemand einen Rat geben??? (ernsthaft)
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ganz gut, aber zu kurz gekommen ist die Bemerkung, daß die wenigsten Trabbis die Werkstatt benötigten. Kerzen und Glühlampen konnten auch Technikmuffel wechseln, der Trabbi konnte auf dem Standstreifen der Autobahn in seine Bestandteile zerlegt und wieder zusammengebaut werden, die Kenntnisse und Fertigkeiten eines jeden DDR-Bürgers/innen, (die sie im Polytechnischen Unterricht erwarben) reichten für diese Prozedur aus. Die kritisierte Verbrauchsanzeige reichte aus, da der DDR-Bürger weniger auf den Verbrauch achten mußte, der Liter Gemisch (1:50) kostete nur stabile 1.50 Ostmark (jahrzehnte lang.) Außerdem war dieses Wägelchen allein als Gebrauchsgegenstand und nicht als Statuskarre konzeptiert. Als Lastesel zum Transport von Baumaterial für den Datschenbau oder Langstreckenurlaubsfahrzeug gehörte er schon lange lange dank seiner Unkaputtbarkeit in die Rekordregister !!!! Noch eine Bemerkung, die hier zu kurz kam: Als nach dem Mauerfall auch bei uns die TÜV-Marken auf die Kennzeichen geklebt werden mußten, staunten die Prüfingeniere aus den alten Bundesländern nicht schlecht über den guten technischen Zustand dieser kleinen Stinker, obwohl viele Exemplare 15....20 Jahre alt waren. (halten die deutschen Nobelmarken auch so lange????)[]
Den Checker darf man nicht zu ernst nehmen. Bei der Sendung handelt es sich lediglich um seichte Unterhaltung.
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Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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