Es war vor 252 Millionen und 280.000 Jahren, als der Massentod seinen Höhepunkt erreichte: Insgesamt 200.000 Jahre lang siechten Tiere und Pflanzen an Land und im Meer dahin, dann erholte sich das Leben allmählich – wenn auch sehr langsam. Das schlimmste Massensterben der Erdgeschichte an der Wende der Zeitalter Perm und Trias begann plötzlich und entwickelte sich dann zu einem schier endlosen Inferno, berichten Forscher um Shu-zhong Shen. Das internationale Team präsentiert jetzt erstmals eine genaue Chronologie der Ereignisse am Ende des Erdaltertums.
Weil der Zeitpunkt des Massensterbens bislang nicht genau bekannt war, konnten Geologen die Ursachen der verheerenden Umweltkatastrophe nur schwer bestimmen. Die Forscher um Shen datierten daher nun 29 Schichten aus Vulkanasche in Südchina aus der Zeit der Krise mithilfe der sogenannten Uran-Blei-Methode. Um das Verhältnis der Elemente zu bestimmen, benutzten sie besonders präzise Analysegeräte. „Die Daten sind wichtig, weil wir dadurch verstehen, welche biologischen und physikalischen Veränderungen sich damals abspielten“, sagt Charles Henderson von der University of Calgary, einer der Autoren.
So fanden die Forscher beispielsweise heraus, dass das Massensterben im Meer und an Land synchron verlief. Der artenreiche Tropenwald, der das Gebiet des heutigen Südchinas während des späten Perms bedeckte, verschwand zur gleichen Zeit wie zahlreiche Meereslebewesen, etwa Muscheln und Schnecken. Ursache für den Niedergang der Wälder waren Brände, deren verkohlte Überreste die Forscher ebenfalls an mehreren Stellen fanden. „Diese Holzkohlelagen lieferten die entscheidenden Indizien für die Ursachen der Krise“, sagt der Geochemiker Xiao-lei Liu von der Universität Bremen.
Die Befunde des Teams stützen die These, dass gewaltige Vulkanausbrüche im heutigen Sibirien große Mengen Kohlendioxid freisetzten, was zu einer drastischen Klimaerwärmung führte. Die ehemals feuchten Tropenwälder – nicht nur in China, sondern auch im heutigen Australien und in der kanadischen Arktis – trockneten aus und brannten schließlich ab. Nachdem die Ökosysteme an Land zusammengebrochen waren, hatte die Erosion ein leichtes Spiel. Von den nackten Kontinenten wurden große Sedimentmengen ins Meer gespült, zudem sammelten sich Schwefelverbindungen aus den Vulkanausbrüchen im flachen Wasser. Das führte zu Sauerstoffmangel im Meer, dem manchen Schätzungen zufolge bis zu 90 Prozent aller Tierarten zum Opfer fielen.
Einer anderen Studie zufolge setzten die Vulkanausbrüche in Sibirien allerdings erst nach dem jetzt datierten Höhepunkt des Massensterbens ein. Die Forscher führen diese Diskrepanz auf unterschiedliche Messmethoden in verschiedenen Labors zurück. Ihrer Meinung nach ist die massive Freisetzung von vulkanischem Kohlendioxid die beste Erklärung für das plötzliche Einsetzen der Katastrophe.
Shu-zhong Shen (Nanjing Institute of Geology and Palaeontology, China) et al.: Science, Online-Vorabveröffentlichung, doi: 10.1126/science.1213454
Es ist durchaus eine Möglichkeit. Denn Vulkane können verheerende Schäden anrichten, nicht nur in ihrer unmittelbaren Umgebung. Vor etwa 74000 Jahren ist der indonesische Vulkan Toba explodiert und hat seine Asche bis in eine Höhe von 80Km geschleudert und somit für einen vulkanischen Winter gesorgt wo weltweit die Temperaturen um ca 3-5° absanken. http://de.wikipedia.org/wiki/Tobasee
____________________________________________________ Ob eine schwarze Katze Unglück bringt, hängt vor allem davon ab, ob man eine Maus oder ein Mensch ist.
Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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