aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Rainer Maria Schröder (* 3. Januar 1951 in Rostock) ist ein deutscher Autor von Abenteuerromanen, der bisher nach eigenen Angaben fast sechs Millionen Bücher verkaufte. [1] Unter dem Pseudonym Ashley Carrington verfasst er seit Mitte der 1980er Jahre Liebesromane und Gesellschaftsromane mit historischem Bezug für Erwachsene.
Leben Schröder wuchs in Ostberlin auf. Kurz vor dem Bau der Berliner Mauer floh er mit seiner Familie in den Westen, wo er dann zunächst ein Jahr Lagerleben führte, sich kurz in Dortmund aufhielt und dann etwa zwölf Jahre in Düsseldorf lebte. Dort studierte er und erhielt eine Operngesangsausbildung. Auf Wunsch des Vaters begann er dann einen akademischen Beruf zu erlernen.
Nach zwei Jahren bei der Bundeswehr arbeitete er ein halbes Jahr bei einer Düsseldorfer Tageszeitung. Danach begann er ein Jurastudium in Köln. Währenddessen schrieb er weiter Artikel und erste Romane. Nebenbei studierte er noch Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. 1976 kaufte der Franz Schneider Verlag sein erstes Jugendbuch "In die Falle gelaufen". Daraufhin brach Schröder sein Studium nach dem siebten Semester ab.
In den ersten Jahren verfasste er vor allem kleinere Texte und Artikel für Zeitungen und den WDR, veröffentlichte aber auch einige Romane im Franz Schneider Verlag, bei Stalling und im Heyne-Verlag. 1977 folgte sein Debüt als Theaterautor. 9 Monate arbeitete er aus Interesse als Lektor und anschließend als freier Schriftsteller.
Schröder reist und sammelt dabei Informationen für seine Abenteuerromane. Er lebt mit seiner Ehefrau Helga abwechselnd in Palm Coast/Florida und im Bergischen Land.
Schröder schreibt vorwiegend Abenteuerromane. Oft spielen seine Romane im Zeitraum von 1100 bis 1600 (beispielsweise "Das Geheimnis des Kartenmachers", "Das Vermächtnis des alten Pilgers" oder "Das Kloster der Ketzer"). Eine Ausnahme bilden die Bücher in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, wie "Die lange Reise des Jakob Stern".
Auszeichnungen 1984 Silbernes Schneider- Buch vom Franz-Schneider Verlag 1988 Friedrich-Gerstäcker-Preis für Abby-Lynn - Verbannt ans Ende der Welt 1993 Goldenes Schneider- Buch vom Franz-Schneider Verlag 1998 3. internationaler Eifel- Literaturpreis für Das Geheimnis der weißen Mönche 1998 Buch des Monats- Preis für Mein Feuer brennt im Land der fallenden Wasser von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendbücher 1999 Buch des Monats- Preis für Felix Faber - übers Meer und durch die Wildnis von der Arbeitsgemeinschaft Jugendbuch Göttingen 2003 Moerser Jugendbuchpreis für Das Geheimnis des Kartenmachers 2003 Buch des Monats- Preis für Das Geheimnis des Kartenmachers von der Arbeitsgemeinschaft Jugendbuch Göttingen 2005 Buxtehuder Bulle für Die Lagune der Galeeren
Die Abby-Lynn-Saga ist eine vierteilige Romanreihe von Rainer Maria Schröder, die sich an Jugendliche ab 12 Jahren richtet. Sie beginnt im frühen neunzehnten Jahrhundert in London (1804). Die Bücher erschienen ab 1989 in Deutschland im Bertelsmann-Verlag (mittlerweile Random House).
Bände Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt Abby Lynn - Verschollen in der Wildnis Abby Lynn - Verraten und verfolgt Abby Lynn - Verborgen im Niemandsland
Handlung Abby Lynn wird im Alter von vierzehn Jahren in einen Taschendiebstahl verwickelt und zu sieben Jahren Zwangsarbeit in New South Wales verurteilt. Doch sie hat Glück und lernt auf der Reise die wegen Mordes ebenfalls verurteilte Rachel sowie die freundliche Farmerfamilie Chandler kennen, bei der sie auf der Farm Yulara arbeiten darf. Sie verliebt sich in Andrew, den jüngsten Sohn der Familie, und heiratet ihn. Doch dann passiert ein Unglück: Abby wird überfallen und ins Hinterland verschleppt. Andrew beginnt eine verzweifelte Suche,denn er glaubt nicht das Abby tot ist. Er findet Abby bei den Aborigenes, und die beiden kehren zurück nach Yulara. Doch kaum angekommen, müssen sie sich schon wieder trennen: Andrews Vater ist wegen "Rebellion" gegen die korrupte Obrigkeit erschossen worden, und Andrews Bruder Melvin wird als politisch Involvierter gesucht. Abby wird der Kollaboration mit ihm beschuldigt und kommt ins Gefängnis von Sydney, obwohl sie hochschwanger ist. Die Gefängnisaufseherin ist ausgerechnet Abbys Todfeindin Cleo, die sie wie Rachel auf der Reise nach Australien kennengelernt hat. Die dem Alkohol verfallene und vollkommen bösartige Cleo peinigt Abby, wo sie nur kann, und will sogar deren Kind an ein Freudenhaus verkaufen. Doch Abby kann sich auf Andrew und ihre Freunde verlassen; unter Mithilfe Rachels entkommt sie mit ihrem Kind der erneuten Verurteilung. Sie und Andrew beschließen, sich mit ihrem Sohn Jonathan einem Siedlertreck anzuschließen und die Kolonie zu verlassen. Doch Cleo schwört auf Rache und heftet sich mit einem Trupp Soldaten an ihre Fersen. Als die Siedler nach vielen Strapazen und Abenteuern endlich einen geeigneten Ort für ihre Niederlassung finden, werden sie von den Soldaten aufgespürt. Abby und Andrew werden in Ketten gelegt und nach Sydney zurückgebracht. Doch dort wartet schon Melvin auf sie - er hat es geschafft, die korrupte Regierung mithilfe der englischen Krone endlich zu stürzen.
Historische Bezüge Die Romane beginnen 1804. Es findet sich in den Romanen z.B. eine Beschreibung der Gefangenenschiffe oder der Umstände, unter denen die Sträflinge in einer Korbflechterei arbeiten mussten. Auch die Rum-Rebellion unter William Bligh, der zu der Zeit Gouverneur in New South Wales war, wird von den Protagonisten miterlebt. Der fiktive Held Melvin Chandler gehört zu den Händlern und Kaufleuten, die versuchen, einen regulären Rum-Handel für ihr Land zu erstreiten.
Resonanz 1988 wurde Schröder für Abby-Lynn - Verbannt ans Ende der Welt mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis ausgezeichnet.Seine Bücher sind in 10 verschiedenen Sprachen veröffentlicht worden; die Bücher wurden auch in Hörspiele umgesetzt.
Das unsichtbare Siegel
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Das unsichtbare Siegel ist ein Roman des Jugendbuchautors Rainer M. Schröder, der von der Liebe zweier junger Menschen handelt, die aus unterschiedlichsten sozialen Verhältnissen im 19. Jahrhundert kommen.
Inhalt Der Bergmann Franz und die Nichte des Direktors der Zeche Aurora, in der Franz als Schlepper arbeitet, treffen sich zufällig in der Bergmannssiedlung. Dort lebt Franz mit seiner älteren Schwester. Diese Begegnung, die mit einem Streit endet, hinterlässt bei beiden einen nachhaltigen Eindruck. Franz ertappt sich immer wieder, wie er an das fremde Mädchen denkt, und Lena, die bisher von der harten Realität verschont gewesen ist, beginnt, sich für die Welt der einfachen Arbeiter und somit für ihre Nöte zu interessieren. Nach einem weiteren zufälligen Treffen erfolgt die Aussöhnung und Franz und Lena verabreden sich öfter, woraus eine Freundschaft und eine Liebe entsteht. Lena gerät immer häufiger mit ihren Zieheltern aufgrund ihres sozialen Engagements aneinander und zieht schließlich aus. Sie wohnt bei einer Angestellten einer Armenküche, in der sie schon vorher geholfen hat. Parallel dazu entsteht auf der Zeche ein Arbeitskampf um höhere Löhne, bessere Arbeitszeiten und ähnliches. Schließlich kommt es zum Streik, wobei die Bergleute als Verlierer herausgehen, da die soziale Not sie rasch wieder zum Geldverdienen drängt. An einem der ersten Arbeitstage ereignet sich ein Unfall auf der Zeche, bei dem sowohl viele Bergleute als auch Franz und sein Freund Paul verschüttet werden. Sie überleben mit viel Glück, doch Franz verliert seine Arbeit auf der Zeche, da der Zechendirektor über die Beziehung zwischen seiner Nichte und ihm Bescheid weiß. Franz verlässt Lena, um in Berlin auf ein Gymnasium zu gehen und später Ingenieur zu werden mit der Hoffnung, irgendwann ein besseres Leben führen zu können.
Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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