Unter dünner Rostschicht könnten sich Beweise für einstiges Marswasser verbergen
Ob es auf dem Mars einst Ozeane oder zumindest große Seen gab, ist für Planetenforscher nach wie vor ein Rätsel – vor allem weil kaum typische Gewässer-Ablagerungen wie Kalkstein auf der Marsoberfläche zu sehen sind. Doch womöglich verbergen sich solche Mineralien unter einer dünnen Schicht aus Rost, berichtet jetzt ein US-Team.
Die Forscher um Janice Bishop untersuchten Gestein aus der Mojave-Wüste in den USA. Ihrer Meinung nach könnte es viele Ähnlichkeiten zwischen dem Wüsten- und Marsgestein geben. Denn ähnlich wie der Mars war die Mojave-Wüste früher feuchter und trocknete im Laufe ihrer Geschichte langsam aus. Dabei entstanden typische Mineralien wie Kalzit, der Hauptbestandteil von Kalkstein, und andere Karbonate.
Nach Karbonaten suchen auch die Marsforscher intensiv. Dabei verlassen sie sich vor allem auf die Fernerkundung. Sie verwenden Instrumente auf Satelliten wie dem Mars Reconnaissance Orbiter, um Mineralien auf der Oberfläche nachzuweisen. Karbonate, die ein Beleg für frühere Ozeane wären, traten dabei nur an wenigen Stellen zutage.
Doch der Kalkstein könnte trotzdem da sein, berichten jetzt die Forscher um Bishop. Womöglich verbirgt er sich allerdings unter einer Art Tarnmantel. Die Mojave-Gesteine sind größtenteils von einem dünnen Überzug aus Rost bedeckt, einem so genannter Firnis. Dieser Firnis machte den Kalk für Instrumente, wie sie auf den Satelliten vorhanden sind, weitgehend unsichtbar. "Er maskiert die spektrale Signatur der Karbonate", sagt Chris McKay, einer der Autoren.
Falls es auf dem Mars doch mehr Karbonate gibt als es bislang den Anschein hat, dann könnten sie lange als Refugium für mögliche Mars-Organismen gedient haben. Unter dem Firnis der Mojave-Gesteine hatten sich jedenfalls widerstandsfähige Blau-Algen angesiedelt, stellten die Forscher fest. "Die Organismen in der Mojave-Wüste werden durch den Eisenoxid-Überzug vor tödlicher UV-Strahlung geschützt", sagt McKay. "Diese Überlebenstaktik könnte auch auf dem Mars eine Rolle gespielt haben – falls es dort früher einmal Leben auf der Oberfläche gab."
Janice Bishop (SETI Institute, Mountain View, US-Staat Kalifornien) et al.: International Journal of Astrobiology Online-Vorabveröffentlichung, doi: 10.1017/S1473550411000206
So viel ich weiß, ist auf der Erde jeglicher Kalk von fossilen Korallen, Muscheln und Schnecken. Wenn also auf dem Mars Kalk gefunden werden würde, wäre das wohl der Beweis dafür, das es da mal kalkbildendes Leben gegeben haben muß.
Und so wie so, den Mars mit der Erde zu vergleichen sollte doch stark angezweifelt werden. Die heutige Mojavewüste dürfte rein garnichts mit dem Mars zu tun haben. Schon das es hier seit einigen milliarden Jahren Leben gibt und die Mojavewüste nicht immer Wüste war, lässt schon Grund für Zweifel aufkommen.
Aber bitte, sollen die Forscher forschen was sie wollen. Und sollen sie fantasieren wie sie wollen. Es mag ja spannend sein, wenn sich am Ende doch nichts bestätigt.
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Die Mojavewüste ist dafür auch noch zu feucht, doch die Atacama in Chile die könnte schon eher hinkommen. Nicht umsonst ist das der trockenste Ort der Erde.
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Kein Platz auf der Erde ist mit irgend einem Platz irgendwo im All auf irgendwelchen anderen Planeten zu vergleichen. Man kann die Mojawewüste aber durchaus mit der Atakamawüste vergleichen und nach Unterschieden oder Gleichnissen suchen. Gleich wäre eventuell der Sauerstoffgehalt, oder die Temperaturen, oder der blaue Himmel über den Wüsten. Gleich dürfte die Sonne sein. Das ist auch das Einzige, was man gemeinsames von Mars und Erde finden kann. Ok, die selben Sterne auch...und das selbe universale Nichts drumrum.
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Logisch gibt es keinen direkten Vergleich. Nur eben in der Atacama lebt an der Oberfläche nichts mehr, aber ca. 10cm drunter da wimmelt es von Kleinstlebewesen. Und das könnte eventuell eine Möglichkeit sein nach Ausserirdischem Leben zu suchen. Nur bräuchte man dafür auch einen Erdähnlichen Planeten. Ob der Mars jemanls eine Atmosphäre gehabt hat, darüber wird heftig gestritten. Aber es git ja durchaus andere Planeten wo es Leben auf bakterieller Ebene geben könnte. Nicht in unserem Sonnensystem, soviel ist klar. Aber man hat ja nun schon zig Planeten entdeckt, die noch erforscht werden müssen. Mal schauen was sich da so ergibt.
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Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert
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